Digitalisierung in Medizin und Pflege

Strategie

Chancen der Digitalisierung für Medizin und Pflege nutzen

  • Älterer Mann zeigt mit Finger auf Gesundheitsapp auf einem Smartphone

Mit der Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ will die Landesregierung die Potenziale der Digitalisierung in Baden-Württemberg erschließen. Eine Querschnittsaufgabe für alle Landesministerien, da der digitale Wandel alle Lebensbereiche betrifft. Das Sozial- und Integrationsministerium hat Ziele und Maßnahmen definiert, wie die Gesundheitsversorgung durch digitale Lösungen verbessert werden kann.

Die Gesamtdigitalisierungsstrategie der Landesregierung wird unter Beteiligung aller Landesministerien erarbeitet. Sie soll im 2. Quartal 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Für erste konkrete Einzelprojekte der Ministerien hat der Kabinettsausschuss „Digitalisierung“ in seiner ersten Sitzung am 21. Februar 2017 insgesamt 58,3 Millionen Euro freigegeben.

Strategie zur Digitalisierung in Medizin und Pflege in Baden-Württemberg

Als Beitrag zur Gesamtdigitalisierungsstrategie der Landesregierung hat das Sozial- und Integrationsministerium zentrale Handlungsfelder festgelegt, mit denen die medizinische und pflegerische Versorgung in Baden-Württemberg durch digitale Lösungen verbessert werden kann. Für die Umsetzung der Strategie „Digitalisierung in Medizin und Pflege in Baden-Württemberg“ stehen dem Ministerium vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags insgesamt 4,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Geplant sind Förderprojekte zu folgenden Handlungsfeldern:

  • Ambulante und stationäre Versorgung: zum Beispiel Telesprechstunde, Televisite und Telemonitoring chronisch Kranker
  • Sektorenübergreifende Versorgung: zum Beispiel Kommunikations- oder Informationsplattformen für fachübergreifende Behandlungsteams
  • Pflegebereich: zum Beispiel Televisite in Pflegeheimen, technische Alltagshilfen und Servicerobotik
  • Personalisierte Medizin: zum Beispiel Aufbau einer Cloud BW und einer App BW sowie Zentren für personalisierte Medizin

Ziel ist es, sinnvolle Modellprojekte in die medizinische und pflegerische Regelversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu integrieren.

Gemeinsam mit allen Beteiligten umsetzen

Um dies zu erreichen, müssen alle relevanten Akteure eng zusammenarbeiten. Daher hat das Sozial- und Integrationsministerium die Strategie auch gemeinsam mit allen betroffenen Organisationen und Verbänden und Patientenvertretungen entwickelt. Um die Umsetzung der Strategie voranzutreiben, kommen die Beteiligten regelmäßig in einem Beirat zusammen. Dessen konstituierende Sitzung fand am 20. Februar 2017 statt.

Um die Kompetenzen der beteiligten Akteure zu bündeln, soll außerdem die bestehende Koordinierungsstelle Telemedizin zu einem Kompetenzzentrum weiterentwickelt werden, das zukunftsfähige E-Health-Projekte im Land koordiniert und begleitet sowie gemeinsame Öffentlichkeitsarbeitet leistet.


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