Demenz

Demenz

Große Herausforderung für Angehörige und Pflegesystem

Auf Grund demenzieller Erkrankungen ergeben sich die häufigsten und folgenschwersten Beeinträchtigungen im Alter. Die Zahl der mittel bis schwer Erkrankten in Baden-Württemberg wird auf etwa 150.000 geschätzt. Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen nimmt mit steigendem Lebensalter zu – von etwa 1,5% bei um 65 -jährigen Menschen bis zu 30% bei über 90-jährigen Menschen. Mit dem weiteren Anstieg der Lebenserwartung und den sich allgemein abzeichnenden demografischen Entwicklungstrends ist in den kommenden Jahren mit einem erheblichen Anstieg demenzieller Erkrankungen zu rechnen. Die Demenzerkrankung erhöht erheblich das Risiko, im Alter auch pflegebedürftig zu werden.

Möglichst lange selbstbestimmt leben

Die Versorgung demenzkranker Menschen stellt hohe Anforderungen an die Familien und Angehörigen und die professionellen Dienste und Einrichtungen. Die gesamte Pflegeinfrastruktur muss an die sich abzeichnende Entwicklung angepasst werden. Wunsch der meisten Menschen auch mit einer demenziellen Erkrankung ist, in ihrer eigenen Häuslichkeit oder zumindest im gewohnten Wohnumfeld auch bei Pflegebedürftigkeit verbleiben zu können. Eine wichtige Rolle in der ambulanten Versorgungsstruktur spielen deshalb Angebote und Initiativen im Vor- und Umfeld der Pflege.

Neue Versorgungsformen für Demenzkranke

Ein breit gefächertes, abgestuftes und abgestimmtes Angebot in der Versorgung für Demenzkranke ist erforderlich, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das Sozialministerium unterstützt und begleitet die Weiterentwicklung bestehender und die Erprobung neuer Versorgungsformen durch Modellvorhaben, eigene Veranstaltungen und Forschungsvorhaben. So können z. B. alltagsunterstützende Technologien das Leben im Alter auch bei Demenz wirksam unterstützen und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Selbständigkeit und Selbstbestimmung leisten.


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