Überblick / FAQ

Förderprogramm

Fragen und Antworten zur VwV-Integration

Die am 29. August 2013 in Kraft getretene Verwaltungsvorschrift über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration, kurz VwV-Integration, bildet die Grundlage des Förderprogramms mit einer Laufzeit von sieben Jahren.

Was ist neu? Was ist neu?

  • Die Förderung der Integrationsarbeit in den Kommunen durch das Ministerium für Integration wird in nur einer Verwaltungsvorschrift (VwV-Integration) geregelt.

    Eine Fördermöglichkeit besteht in den Bereichen

    •     Stärkung kommunaler Strukturen
    •     Elternbeteiligung
    •     Teilhabe und Antidiskriminierung

    Die bisherige Pauschalförderung der Stadt- und Landkreise für die soziale Beratung und Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie die bisherige Kofinanzierung von Integrationsprojekten in den Kreisen wird in das neue Programm aufgenommen. Eine Zuwendung wird nur noch auf Antrag gewährt werden.

Wer wird gefördert? Wer wird gefördert?

  • Gefördert werden Stadt- und Landkreise, Städte und Gemeinden. Die Bereiche Elternbeteiligung sowie Teilhabe und Antidiskriminierung werden in Teilen auch für freie Träger geöffnet.

Was wird gefördert? Was wird gefördert?

  • Das Land unterstützt die Kommunen bei der strukturellen Verankerung ihrer Integrationsaufgaben. Nachhaltige Strukturen können zum Beispiel durch die Einrichtung einer zentralen Ansprechstelle, den Aufbau eines Integrationsnetzwerks oder die interkulturelle Öffnung der Kommunalverwaltung geschaffen werden.

    Ebenso tragen örtliche Integrationskonzepte, die eine Bestandsaufnahme, einen Leitziele- und Maßnahmenkatalog sowie ein Monitoring beinhalten sollten, der erforderlichen strategischen Ausrichtung kommunaler Integrationspolitik Rechnung.

    Darüber hinaus verfolgt das Ministerium für Integration das Ziel, die Beteiligung der Eltern am Bildungsweg ihrer Kinder mit Migrationshintergrund nachhaltig zu stärken sowie die Eltern an die Regelstrukturen der Kommunen und des Bildungswesens heranzuführen. In diesem Bereich wird insbesondere die Arbeit der haupt- und ehrenamtlich Tätigen, zum Beispiel als Bildungs- und Elternlotsen oder Elternmentoren, wesentlich unterstützt werden.

    Um das Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu verbessern sowie die Teilhabe und Mitwirkung von Menschen mit Migrationshintergrund am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu vertiefen, fördert das Land die Kommunen, Vereine und Verbände bei ihren Veranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen, zum Beispiel Vortrags-, Podiums- oder Fortbildungsveranstaltungen. Außerdem wird ein Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gelegt.

Wie wird gefördert? Wie wird gefördert?

  • Die Zuwendung erfolgt in der Regel in Form eines Zuschusses in Höhe von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben als Projektförderung. Für einzelne Maßnahmen kann auch ein höherer Zuschuss gewährt werden. Die zentrale Ansprechstelle der Kommune für den Bereich Integration sowie die Förderung der sozialen Beratung und Betreuung werden im Wege der Festbetragsfinanzierung unterstützt.

Wie und wo erfolgt die Antragstellung? Wie und wo erfolgt die Antragstellung?

Wann wird über die Anträge entschieden? Wann wird über die Anträge entschieden?

  • Über die Förderanträge wird jeweils voraussichtlich im Januar/Februar des Förderjahres entschieden werden.

    Wenn Sie eine Maßnahme planen, deren Start eindeutig vor dem oben genannten Zeitpunkt liegt, kann die L-Bank auf Antrag eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen. Diese Zustimmung zum Maßnahmebeginn ermöglicht den förderunschädlichen Abschluss von Verträgen im Hinblick auf das Projekt vor Erlass des Bewilligungsbescheides. Sie stellt jedoch keine Entscheidung über die Bewilligung der Fördermittel dar. Ein Rechtsanspruch auf Förderung kann aus dieser Bescheinigung nicht abgeleitet werden.

Entstehung und Weiterentwicklung

Bereits bei der Erarbeitung des Förderprogramms lud das ehemalige Ministerium für Integration zu einem vorbereitenden Workshop ein, der vor allem die Koordinationsfunktion der Kommunen in der Integrationspolitik zum Gegenstand hatte. Im Juli 2012 tauschten sich die Teilnehmer vor allem darüber aus, wie die vielfältigen und zahlreichen bestehenden Integrationsmaßnahmen auf kommunaler Ebene mit den vorhandenen Strukturen der öffentlichen Verwaltung verknüpft werden können, um solche Initiativen besser aufeinander abzustimmen und nachhaltiger durchführen zu können. Die gewonnenen Erfahrungen flossen unmittelbar in die Gestaltung der Fördertatbestände der Verwaltungsvorschrift, die dem Förderprogramm zugrundeliegt, ein.

Im Juli 2014 hat das ehemalige Ministerium für Integration in jedem Regierungsbezirk einen Workshop zur Anwendung und Umsetzung der VwV-Integration für bisherige und mögliche zukünftige Antragsteller durchgeführt. Dabei ging es darum, die aus den bisherigen zwei Förderrunden gewonnenen Erfahrungen sowohl der Antragsteller als auch des Ministeriums mit der neuen Förderrichtlinie in einem Praxisdialog auszutauschen und zu vertiefen. Dadurch konnten die Antragsteller Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich der Förderanträge identifizieren. Zusätzlich war es dem Ministerium wichtig, über künftige innovative Konzeptionen und Möglichkeiten einer überregionalen Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen.

So erreichen Sie uns


L-Bank (bei allen Fragen in Bezug auf den Förderantrag, die Bescheide und die Verwendungsnachweise)

0721/150-1730

integration@l-bank.de

l-bank.de: Integration und gesellschaftliche Teilhabe - VwV-Integration


Ministerium für Soziales und Integration (bei inhaltlichen Fragen zur VwV-Integration)

Ansprechpartnerin: Dr. Aleka Rapti

0711/123-3645

poststelle@sm.bwl.de


Fußleiste