Hilfe und Unterstützung

Hilfe und Unterstützung

Hilfs- und Schutzangebote für von Gewalt betroffene Frauen

  • Finger drückt auf Klingelknopf ohne Namensschild

    Quelle: EVA VOLPATO

Wohnungsverweis (Platzverweis) Wohnungsverweis (Platzverweis)

  • Opfer von häuslicher Gewalt brauchen besonderen Schutz: Denn Gewalt im häuslichen Bereich ist keine Privatsache. Rechtfertigungen wie Alkohol, Stress, Provokation sind inakzeptabel. Die Verantwortung für die Gewalt liegt immer bei der Person, die sie ausübt. Die von Gewalt betroffenen Personen haben Anspruch auf Schutz und Hilfe.

    Eine schnelle und wirkungsvolle Maßnahme ist der Wohnungsverweis (Platzverweis). Den Opfern kann nicht zugemutet werden, selbst für ihren Schutz zu sorgen und dabei auch den Verlust der vertrauten Wohnung und Umgebung in Kauf nehmen zu müssen. Und den Tätern wird vom Staat gezeigt, dass Gewalt kein Mittel zur Konfliktlösung ist.

    Wird der Polizeivollzugsdienst zu einem Einsatz bei häuslicher Gewalt gerufen, so kann dem Gewalt ausübenden Familienmitglied aufgrund des Polizeigesetzes ein Wohnungs- bzw. Hausverbot erteilt werden.

    Das Wohnungsverweisverfahren besteht aus den Elementen der

    • akuten polizeilichen Krisenintervention,
    • flankierenden Beratung von Opfern, Tätern und gegebenenfalls mitbetroffenen Kindern,
    • konsequenten Strafverfolgung sowie
    • schnellen Herbeiführung eines zivilrechtlichen Schutzes.


    Deswegen hängt der Erfolg des Wohnungsverweisverfahrens maßgeblich von einer Kooperation der beteiligten Stellen ab. Für die erforderliche Vernetzung haben sich Runde Tische auf kommunaler Ebene bewährt.

    Info-Broschüre zum Wohnungsverweis bei häuslicher Gewalt

    Das Sozialministerium hat in Abstimmung mit dem Innen- und dem Justizministerium die bisherige Broschüre zum Platzverweisverfahren überarbeitet und an die neue Rechtsgrundlage angepasst:

    Informationen zum Wohnungsverweis (PDF)
    Informationen zum Wohnungsverweis - türkisch (PDF)
    Informationen zum Wohnungsverweis - russisch (PDF)
    Informationen zum Wohnungsverweis - englisch (PDF)
    Informationen zum Wohnungsverweis - arabisch (PDF)
    Informationen zum Wohnungsverweis - serbisch (PDF)
    Informationen zum Wohnungsverweis - albanisch (PDF)

    Die Textvorlage kann und soll auch für die Erstellung von Informationsbroschüren vor Ort verwendet werden. Sinnvoll ist es, die Broschüre um eine Liste mit Adressen der örtlichen Beratungsstellen zu ergänzen.

Frauen- und Kinderschutzhäuser Frauen- und Kinderschutzhäuser

Bekämpfung des Menschenhandels Bekämpfung des Menschenhandels

  • Menschenhandel ist eine besonders schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Betroffen sind in erster Linie Frauen und Mädchen, die unter dem Vorwand einer scheinbar besseren Zukunft nach Deutschland gelockt und hier zur Prostitution gezwungen werden. Zwangsprostitution und Menschenhandel sind Straftaten.

    Die effektive Bekämpfung des Menschenhandels und der Zwangsprostitution setzt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein koordiniertes und strukturiertes Vorgehen aller beteiligten Behörden und Einrichtungen voraus. Das Sozialministerium hat daher in Zusammenarbeit mit dem Justiz- und dem Innenministerium und in Abstimmung mit den Fachberatungsstellen und den Kommunalen Landesverbänden einen Kooperationsleifaden erstellt. Dieser soll Schutz und Hilfe für Menschenhandelsopfer gewährleisten und die Bekämpfung des Menschenhandels und der damit in Zusammenhang stehenden Kriminalität weiter optimieren.

    Gemeinsame Homepage der Fachberatungsstellen:

    Unter www.aktiv-gegen-frauenhandel.de erreichen Sie die neue Homepage gegen Menschenhandel in Baden-Württemberg. Sie hält in 18 verschiedenen Sprachen Informationen für potentielle Betroffene von Menschenhandel bereit und weist auf die Angebote der Beratungsstellen hin.

    Weiterführende Informationen und Links:

    Beratungsstellen für Menschenhandelsopfer in Baden-Württemberg (PDF)
    Projekt P.I.N.K. - Beratung für Sexarbeiterinnen (Prostitution | Integration | Neustart | Know-how)

Hilfe und Beratung Hilfe und Beratung

  • Wenn Sie von körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt bedroht oder betroffen sind, können Sie sich auf www.gewaltschutz.info informieren. Dort finden Sie in deutscher und in sieben weiteren Sprachen umfangreiche Hinweise, wie Sie sich vor häuslicher Gewalt schützen oder aus einer Gewaltbeziehung lösen können.

    Im Notfall: 110 – Polizei-Notruf


    In Baden-Württemberg gibt es Einrichtungen der Kirchen, der Städte und Landkreise sowie spezieller Vereine, die von Gewalt betroffene Frauen beraten und unterstützen:
    Übersicht zu den Einrichtungen für von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen in Baden-Württemberg (PDF)

    Weitere Kontaktadressen:
    Opferschutz und Opferhilfe in Baden-Württemberg (PDF)


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