Pressemitteilung

Kinder- und Jugendrehabilitation
  • 28.04.2017

Bundesverdienstkreuz am Bande für Alwin Baumann

Als öffentliche Anerkennung für sein langjähriges herausragendes und vorbildhaftes Wirken für sozial benachteiligte und chronisch kranke Kinder und Jugendliche hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) Alwin Baumann das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

„Ihrem vorbildhaften und hartnäckigen Engagement ist es wesentlich mit zu verdanken, dass sich die Situation chronisch kranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland deutlich verbessert hat. Mit unablässigem Nachdruck haben Sie daran gearbeitet, die Strukturen und Standards der Kinder- und Jugend-Rehabilitation in der gesamten Bundesrepublik weiterzuentwickeln. Sie haben sich damit weit über das übliche Maß hinaus für das Wohl von Kindern und Jugendlichen sowie nicht zuletzt auch für deren Eltern eingesetzt“, würdigte Minister Lucha den Geehrten in seiner Laudatio.

„Ich freue mich deshalb ganz besonders, Ihnen heute diese hochkarätige Ehrung des Herrn Bundespräsidenten überreichen und große Anerkennung für Ihre Dienste aussprechen zu dürfen. Sie gehören zu den Menschen, die sich für unser Gemeinwesen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einbringen und einmischen. Die bereit sind sich zu engagieren und sich für die Belange anderer einzusetzen. Sie haben anschaulich gezeigt, was alles möglich und zu erreichen ist, wenn man sich in außerordentlicher Art und Weise für das Gemeinwohl engagiert. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei Ihnen bedanken“, sagte der Minister weiter.

Mit Empathie und Einfühlungsvermögen

Das Engagement von Alwin Baumann begann Anfang der achtziger Jahre. Nach dem Studium der Sozialpädagogik wurde er 1982 pädagogischer Leiter der Fachkliniken Wangen im Allgäu. Ab 1996 leitete er die dortige Rehabilitationskinderklinik, seit 2012 ist er stellvertretender Krankenhausdirektor.

Einer der Schwerpunkte der Klinik liegt in der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. Während seiner gesamten, über 30-jährigen Tätigkeit für die Fachkliniken Wangen hat sich Alwin Baumann mit Empathie und Einfühlungsvermögen für die Belange der jungen Patientinnen und Patienten eingesetzt und konnte eine Vielzahl Verbesserungen und Veränderungen für diese und deren Eltern anstoßen. Neben seiner klinischen Tätigkeit verfolgte Alwin Baumann diese Mission auch aktiv in zahlreichen Gremien und Gesellschaften wie etwa dem Bündnis für Kinder- und Jugendrehabilitation, dem Forum Ökonomie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention, dem Bundesverband der Katholischen Rehabilitationseinrichtungen und im Bundesverband der Privatkliniken.

Sorgen und Nöte stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken

Sein Einsatz trug maßgeblich dazu bei, bei Kostenträgern und politischen Entscheidern ein Umdenken zu erreichen und damit weitreichende Verbesserungen für chronisch kranke Kinder und Jugendliche zu erwirken. Ihm ist es unter anderem zu verdanken, dass Eltern ihre chronisch kranken Kinder heute in die Reha-Maßnahme begleiten können und die Kosten dafür von der Krankenkasse übernommen werden. Auch die Stellung eines Antrags auf Rehabilitation ist für den Arzt wie auch die Eltern durch Alwin Baumanns Einsatz deutlich vereinfacht worden. Zudem setzte er sich stets dafür ein, dass auch und besonders die Sorgen und Nöte sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und dort mehr Gehör finden. Als Referent in unzähligen Seminaren und Fachvorträgen hat Alwin Baumann sein Wissen über die Kinder- und Jugendrehabilitation anschaulich an Ärzte, Eltern und Multiplikatoren vermitteln können.

Neben seiner umfassenden haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeit für die Kinder- und Jugendrehabilitation engagierte sich Alwin Baumann auch zivilgesellschaftlich in seinem Wohnort Kißlegg. Dort legte er gemeinsam mit anderen Eltern 1985 den Grundstein für einen noch heute bestehenden Kindergarten, darüber hinaus war er einige Jahre als Gemeinderat tätig.


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren in Stuttgart.

Ministerium für Soziales und Integration

Schellingstraße 15
70174 Stuttgart

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