Pressemitteilung

Sucht
  • 01.03.2017

Land steigt in Finanzierung des Online-Beratungsangebots „Quit the Shit“ ein

Um junge Cannabis-Konsumenten noch besser dabei zu unterstützen, ihren Konsum zu beenden oder zumindest zu reduzieren, beteiligt sich Baden-Württemberg künftig an dem Online-Beratungsangebot „Quit the Shit“.

Eine anonyme und kostenlose Beratung von professionellen und speziell geschulten Beratern soll Ausstiegswilligen dabei helfen, das eigene zu reflektieren und eine Konsumpause systematisch planen und durchhalten zu können.

„Es ist wichtig, dass wir in Baden-Württemberg mit ‚Quit the Shit‘ nun eine wirksame und sehr niedrigschwellige Online-Suchtberatung im Angebot haben. Gerade für junge Menschen, die mit dem Kiffen aufhören wollen, ist eine Beratung per Smartphone eine echte Alternative zu den bereits bestehenden Beratungsstellen im Land. Die Online-Beratung ist ein wichtiger Baustein, mit dem wir unser engmaschiges Beratungsnetz in Baden-Württemberg weiter ausbauen und verbessern können“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha.

Professionelle Suchtberatung über das Smartphone

Über den Link quit-the-shit.net können sich Ausstiegswillige aus Baden-Württemberg bei der Plattform anmelden. Kernstück von „Quit the Shit“ ist ein mehrwöchiges Beratungsprogramm, bei dem Interessierte ganz individuell online durch professionelle Berater dabei unterstützt werden, ihren Cannabis-Konsum in den Griff zu bekommen.

„Jedem Ausstiegswilligen rate ich dazu, es einfach mal mit ‚Quit the Shit‘ zu probieren. Die Berater bekommen sehr positive Rückmeldungen von ehemaligen Konsumentinnen und Konsumenten, denen der Einstieg in ein selbstbestimmteres Leben über das Programm gelungen ist“, so Lucha.

Schätzungen gehen davon aus, dass jeder dritte junge Mensch zwischen 18 und 25 Jahren schon mal Cannabis konsumiert hat. Viele möchten irgendwann wieder ganz damit aufhören oder zumindest weniger konsumieren, schaffen dies aber nicht ohne professionelle Unterstützung. Zwar gibt es in Baden-Württemberg ein dichtes Netz an Suchtberatungsstellen, die in solchen Fällen kompetente Hilfe anbieten. Aber gerade für junge Menschen ist es oft leichter, auch hierfür Internet und Handys zu nutzen, statt eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Weiterführende Informationen über „Quit the Shit“

„Quit the Shit“ ist ein internetbasiertes Beratungsangebot für Cannabis-Konsumentinnen und Konsumenten, die ihren Konsum reduzieren oder vollständig beenden wollen. Das Angebot wurde im Jahr 2004 von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung initiiert und auf der Internetplattform drugcom.de gestartet. Zentrales Ziel ist, dass die Nutzerinnen und Nutzer des Programms ihren Cannabis-Konsum innerhalb eines Zeitfensters von 50 Tagen signifikant reduzieren. „Quit the Shit“ spricht hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene an.

Koordiniert wird das Angebot über das Delphi-Institut, das die Informations- und Austausch-Plattform drugcom.de betreibt. In Baden-Württemberg erfolgt die Beratung im Auftrag der Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e. V. durch den Baden-Württembergischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH. Die Finanzierung übernimmt das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren in Stuttgart.

Ministerium für Soziales und Integration

Schellingstraße 15
70174 Stuttgart

Bürgerreferent:

Zur Ministerien-Webseite

Porträt

Manne Lucha

Minister für Soziales und Integration

Mehr

Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration

Newsletter

Immer auf dem neuesten Stand

Fußleiste