Pressemitteilung

Integration
  • 06.06.2016

Landesregierung will mehr Menschen mit Migrationshintergrund für den Öffentlichen Dienst und die Verwaltung gewinnen

Die Landesregierung will ihre Anstrengungen fortführen, um mehr Menschen mit Migrationshintergrund für die Arbeit im Öffentlichen Dienst und in der Verwaltung zu gewinnen. „Es ist an der Zeit, dass die gesellschaftliche Vielfalt Baden-Württembergs sich auch im Landesdienst widerspiegelt. Hier ist auch das Land als Arbeitgeber gefordert.

Es muss uns in den kommenden Jahren gelingen, noch mehr Migrantinnen und Migranten für die Arbeit in der Landesverwaltung zu gewinnen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich des bevorstehenden „Diversity Day“ am morgigen Dienstag. Gleiches gelte für Menschen mit Behinderungen und LSBTTIQ-Menschen. Lucha sagte, er sei überzeugt, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt im Land auf Dauer nur mit einem geschlossenen Eintreten für Vielfalt und Inklusion gesichert werden könne.

Der „Diversity Day“ ist ein bundesweiter Aktionstag, an dem Unternehmen und Institutionen den Vielfaltsgedanken in den Fokus rücken.

Auf guten Quoten nicht ausruhen

Zwar stehe Baden-Württemberg mit einer Erwerbstätigenquote von Menschen mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst von 13,5 Prozent im Vergleich aller Bundesländer an der Spitze. Darauf wolle sich die Landesregierung aber nicht ausruhen, betonte der Minister. Zum Vergleich: Unter allen Erwerbstätigen liegt der Anteil der Migrantinnen und Migranten mit 24,8 Prozent deutlich höher und ist damit in etwa so hoch wie der Anteil an der Bevölkerung insgesamt. In Baden-Württemberg leben Menschen aus mehr als 170 Ländern, die über 200 verschiedene Sprachen sprechen.

Lucha verwies auf eine im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Beamtenbund, dem DGB und den kommunalen Landesverbänden auf den Weg gebrachte landesweite Kampagne zur interkulturellen Öffnung des öffentlichen Dienstes. Seit 2012 laufe zudem eine gemeinsame Kampagne mit der Polizei, um mehr Menschen mit Migrationshintergrund für die Arbeit als Polizistin bzw. Polizisten zu gewinnen. „Diesen Weg werden wir weitergehen“, so der Minister.

Charta der Vielfalt als Wegweiser

Der Minister rief in diesem Zusammenhang auch die Ziele der „Charta der Vielfalt“ in Erinnerung, der das Land 2012 beigetreten ist. Die Charta ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. „Die Charta steht für Offenheit und Toleranz – besonders dort, wo die Persönlichkeit eines Menschen berührt ist. Das ist ein wichtiges Signal. Denn Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung dürfen kein Grund sein, jemanden von vornherein auszugrenzen. Die Charta der Vielfalt ist für uns deshalb ein wichtiger Wegweiser, wie wir unsere Kultur der Vielfalt im Alltag erfolgreich leben können“, so der Minister.

Über die Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt wurde im Dezember 2006 von Daimler, der BP Europa SE (ehemals Deutsche BP), der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom ins Leben gerufen. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Die an der Initiative beteiligten Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Mehr als 2.250 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet. Baden-Württemberg ist der Charta 2012 beigetreten.

Charta der Vielfalt


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Das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren in Stuttgart.

Ministerium für Soziales und Integration

Schellingstraße 15
70174 Stuttgart

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