Engagementstrategie

Engagementstrategie Baden-Württemberg

Bundesweit einmaliger Beteiligungsprozess

Baden-Württemberg ist das Land des Ehrenamts. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Deutsche Freiwilligensurvey, eine Erhebung des Deutschen Zentrums für Altersfragen in Berlin. Der Untersuchung zufolge engagiert sich fast jeder zweite Baden-Württemberger in seiner Freizeit ehrenamtlich für andere. Baden-Württemberg liegt damit in der Spitzengruppe der Bundesländer. Die Zahl der Engagierten im Land steigt zudem seit Jahren stetig an: von 41 Prozent im Jahr 2009 auf 48,2 Prozent im Jahr 2014. Tatsächlich dürfte das bürgerschaftliche Engagement inzwischen sogar noch höher sein. Da die Befragungen für die Erhebung vor der Flüchtlingswelle erfolgten, ist das große Engagement in der Flüchtlingshilfe im Freiwilligensurvey noch nicht erfasst.

Um diese breite Beteiligung zu sichern und zu fördern, hat das Land die Engagementstrategie Baden-Württemberg entwickelt. Damit sollen die Rahmenbedingungen für Bürgerschaftliches Engagement verbessert und neue Engagierte gewonnen werden.

Bundesweit einmaliges Vorhaben

Weit über 100 Experten, Engagierte und Betroffene haben in einem rund einjährigen Dialogprozess gemeinsame Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamts entwickelt.

Auf rund 100 Seiten finden sich konkrete Maßnahmen zu den Handlungsfeldern

  • Menschen mit Behinderungen
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Alter
  • Pflege
  • Jugend und Freiwilligendienste
  • Corporate Social Responsibility – unternehmerisches gesellschaftliches Engagement


Die erarbeiteten Empfehlungen und Maßnahmen richten sich direkt an die Landesregierung oder als Anregungen an Kommunen, Verbände und Vereine.

Landesprogramm „Gemeinsam sind wir bunt“ fördert Modellprojekte

In Modellprojekten haben Kommunen und Landkreise, Verbände und Vereine die Möglichkeit, die empfohlenen Maßnahmen zu erproben. Finanzielle Unterstützung bietet das dafür aufgelegte Landesprogramm „Gemeinsam sind wir bunt“. Gefördert werden beispielsweise Vorhaben zu Fragen der Inklusion, Generationendialog oder Engagement in der Pflege. Dank der Unterstützung durch die Baden-Württemberg Stiftung erhalten die Projekte über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren jeweils bis zu 30.000 Euro.

Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, die Engagementpolitik in Baden-Württemberg weiter voranzubringen.


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