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Zecken

Baden-Württemberg weiterhin Risikogebiet für FSME

  • Warnschild vor Zecken am Waldrand (Foto: Frank Rumpenhorst / dpa)

Die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)-Saison hat begonnen. Seit Mitte März wurden bislang vier FSME-Erkrankungen an das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart übermittelt, hiervon zwei Fälle seit Ende April. In Baden-Württemberg sind unverändert alle Stadt- und Landkreise, außer dem Stadtkreis Heilbronn, FSME-Risikogebiete.

Ein wirksamer Schutz gegen FSME-Erkrankungen stellt die mehrfache Schutzimpfung gegen FSME dar. Die Impfung wird für Personen empfohlen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben und für Personen, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und dabei gegenüber Zecken exponiert sind. Häufig wird die Infektion im eigenen Garten erworben. Da Zecken nicht nur FSME, sondern auch weitere Erkrankungen wie Borreliose und Tularämie übertragen können, rät das Landesgesundheitsamt zu praktischen Schutzmaßnahmen. So sollte man bei Aufenthalt in der Natur lange Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Auf heller Kleidung lassen sich die Zecken leichter entdecken und entfernen. Daheim sollte man seinen Körper genau auf Zecken absuchen, insbesondere auch in Hautfalten, da Zecken das feucht-warme Milieu mögen.

Weitere Informationen

Im Jahr 2017 wurden mit insgesamt 180 FSME-Erkrankungen deutlich mehr Fälle registriert als in den Jahren 2015 (61 Fälle) und 2016 (117 Fälle). Bei allen 180 Erkrankungen lagen Angaben zum klinischen Bild vor. In 92 Fällen (51 Prozent) wurde eine Beteiligung des zentralen Nervensystems angegeben. In 62 Fällen lag eine Meningitis, in 26 Fällen eine Enzephalitis und in vier Fällen das klinische Bild einer Myelitis vor. Entsprechend der Aktivität der übertragenden Zecken werden FSME-Erkrankungen hauptsächlich vom Frühjahr bis in den Spätherbst übermittelt. Gründe für starke jährliche Schwankungen in den Meldezahlen beruhen vor allem auf ökologischen und soziologischen Faktoren, wie zum Beispiel Zeckenaktivität und Freizeitverhalten der Menschen.

Karte der aktuellen FSME-Risikogebiete in Deutschland im Epidemiologisches Bulletin des Robert-Koch-Instituts (Ausgabe 17/2018, Seite 168)

Informationen zum Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg (InfektNews - Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg)

Quelle: Regierungspräsidium Stuttgart