Integration von Flüchtlingen

Flüchtlinge

Überblick der Förderprogramme und Informationen

Das Ministerium fördert die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in vielen Bereichen – zum Beispiel mit betrieblichen Praktika, Fortbildungs- und Informationsangeboten für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Integrationsprojekten für das lokale Miteinander.

Nachfolgend finden Sie eine Liste aller Förderprogramme und Informationen des Sozialministeriums zu diesem Thema.

Integration in den Arbeitsmarkt

Entscheidend für die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist der Zugang zum Arbeitsmarkt. Wir fördern betriebliche Praktika und das Modell der assistierten Ausbildung als niedrigschwellige Einstiege in eine berufliche Beschäftigung.

Landesprogramm „LAurA“ (betriebliche Praktika) Landesprogramm „LAurA“ (betriebliche Praktika)

  • Landesprogramm zur regionalen Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt - LAurA (betriebliche Praktika)

    An fünf Standorten in Baden-Württemberg werden sozialpädagogisch begleitete betriebliche Praktika für Asylsuchende und Flüchtlinge durchgeführt. Das Sozialministerium fördert das Projekt von Oktober 2015 bis September 2017. Dafür stehen rund 1 Million Euro aus dem Landeshaushalt zur Verfügung.

    „LAurA“ ist ein Baustein des Programms „Chancen gestalten – Wege der Integration in den Arbeitsmarkt öffnen“, mit dem die Landesregierung Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels umsetzen will. Ziel ist es, Flüchtlinge und Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit einer Bleiberechtsperspektive möglichst früh bei der Integration in den Arbeitsmarkt und in das Bildungssystem zu unterstützen.

    Weitere Informationen zum Landesprogramm „LAurA“

Förderprogramm „Junge Flüchtlinge in Ausbildung“ Förderprogramm „Junge Flüchtlinge in Ausbildung“

  • Förderprogramm „Junge Flüchtlinge in Ausbildung - JuFA" mit der Regionaldirektion BW der Bundesagentur für Arbeit und ESF (assistierte Ausbildung)

    Das Förderprogramm orientiert sich an dem in Baden-Württemberg bewährten Konzept der assistierten Ausbildung und soll jungen Flüchtlingen eine Ausbildung und einen Berufsabschluss ermöglichen.

    In der Vorbereitungsphase werden die Teilnehmenden bei der Berufswahl beraten, auf eine betriebliche Ausbildung vorbereitet und intensiv sozialpädagogisch, sprachlich und psychologisch betreut. Sozialpädagogische Ansprechpartner stehen während der Ausbildung zur Seite. Auch die ausbildenden Betriebe werden unterstützt.

    Das Projekt wird in neun Agenturen für Arbeit an sieben Standorten im Land durchgeführt. An jedem Standort sollen 12 Ausbildungsplätze geschaffen werden.

    Für das Programm stehen insgesamt rund 1,3 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

    Pressemitteilung: Neues Förderprogramm ermöglicht jungen Flüchtlingen eine Berufsausbildung

    ESF Baden-Württemberg: Ausschreibung

Handreichung für die Praxis „Asylsuchende und Praktika“ Handreichung für die Praxis „Asylsuchende und Praktika“

  • Die Handreichung erläutert, welche Regelungen für Asylbewerber und geduldete Personen bezüglich eines Praktikums gelten. Mit Informationen zu den Themen Arbeitserlaubnis, Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit, Mindestlohn, Sozialversicherungspflicht und „Schnupperpraktikum“ gibt die Handreichung interessierten Betrieben praktische Hilfestellung.

    Die beschriebenen Regelungen gelten nicht für anerkannte Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen, da diese jeder Beschäftigung nachgehen dürfen.

    Handreichung für die Praxis „Asylsuchende und Praktika“ (PDF)

Bürgerschaftliches Engagement

Viele Bürgerinnen und Bürgern engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Die Aufgaben und Herausforderungen sind vielfältig und mitunter auch neu. Mit Fortbildungsmaßnahmen und lokalen Netzwerkprojekten unterstützen wir das bürgerschaftliche Engagement vor Ort.

Förderprogramm „Qualifiziert. Engagiert“ (Fortbildung) Förderprogramm „Qualifiziert. Engagiert“ (Fortbildung)

  • Förderprogramm „Qualifiziert. Engagiert.“ (Aktionsfonds für Fortbildungsmaßnahmen)

    Ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe engagieren, sollen gezielt weiterqualifiziert werden. Gefördert werden Fortbildungsangebote zu Themen wie Interkulturelles Training, Ehrenamtlicher Sprachunterricht und Argumentationstraining.

    Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg setzt das Förderprogramm in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium um.

    Förderrichtlinien (PDF)
    Anlage zu Förderrichtlinien: Details zu den Themengebieten (PDF)
    Antragsformular (PDF)

Förderprogramm „Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ Förderprogramm „Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“

  • Förderprogramm „Gemeinsam in Vielfalt - Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ (neue Wege des Zusammenlebens gemeinsam entwickeln)

    Die Landesregierung will die Lebenssituation von Flüchtlingen durch bürgerschaftliches Engagement verbessern. Dazu fördert sie den Auf- oder Ausbau von lokalen Bündnissen für Flüchtlingshilfe, in denen alle relevanten Akteure (Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) gemeinsam mit den Flüchtlingen neue Wege des Zusammenlebens entwickeln und erproben. Die Flüchtlinge können ihre Talente, Fähigkeiten und ihr Wissen einbringen und ihren Alltag strukturieren.

    Das bereits 2015 erfolgreich verlaufene Förderprogramm geht in die zweite Runde. Es soll dazu beitragen, dass in der gesamten Fläche des Landes Bündnisse für Flüchtlingshilfe existieren. Deshalb werden die Lokalen Bündnisse in das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement eingebunden.

    Es ist vorgesehen, die Projekte jeweils mit einer Zuwendung in Höhe von bis zu 15.000 Euro zu fördern, in größeren Städten und Landkreisen sogar mit einer Summe bis zu 50.000 Euro.

    Pressemitteilung: Förderung für Bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe geht in die zweite Runde

Integration in die Gesellschaft

Junge Flüchtlinge wollen wir mit Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit beim Ankommen in der Gemeinde begleiten. Über ein Freiwilliges Soziale Jahr können sie auch selbst aktiv zum gesellschaftlichen Miteinander beitragen und so eine Zukunftsperspektive entwickeln.

Sonderprogramm Freiwilliges Soziales Jahr Sonderprogramm Freiwilliges Soziales Jahr

  • Ein neues Sonderprogramm des Sozialministeriums ermöglicht es jetzt auch jungen Flüchtlingen ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. Damit will die Landesregierung Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive bei der Integration in die Gesellschaft unterstützen.

    Für das Sonderprogramm „FSJ-Integration“ stellt das Sozialministerium – zusätzlich zu der bereits bestehenden FSJ-Förderung in Höhe von rund 3 Millionen Euro – 300.000 Euro zur Verfügung.

    Pressemitteilung: Freiwilliges Soziales Jahr steht jetzt auch jungen Flüchtlingen offen

Lokale Modellprojekte mit Kinder- und Jugend(sozial)arbeit Lokale Modellprojekte mit Kinder- und Jugend(sozial)arbeit

  • Förderprogramm „Junge Flüchtlinge“ im Rahmen des Zukunftsplans Jugend (lokale Modellprojekte mit Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit)

    In Gemeinden oder Stadtteilen mit Gemeinschaftsunterkünften sollen junge Flüchtlinge durch Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit unterstützt werden. An mindestens 10 Standorten wird modellhaft erprobt, wie diese Angebote als „Brücke“ in das gemeinschaftliche Leben vor Ort wirken und zur Alltagsorientierung von jungen Flüchtlingen beitragen.

    Das Förderprogramm wird im Rahmen des „Zukunftsplans Jugend“ durch das Sozialministerium aus Landesmitteln unterstützt. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen gute Zukunftschancen zu eröffnen, insbesondere auch benachteiligten jungen Menschen.

    Ausschreibung (PDF)

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen wird von ärztlichem Personal im Dienst, aber auch ehrenamtlich geleistet. Wir informieren in einem Merkblatt über Haftungs- und Versicherungsfragen.

Merkblatt zur Haftung und Versicherung von ärztlichem Personal Merkblatt zur Haftung und Versicherung von ärztlichem Personal

Schutzmaßnahmen für weibliche Flüchtlinge

Weibliche Flüchtlinge in Baden-Württemberg sollen besser über ihre Rechte informiert werden und persönliche Beratungs- und Hilfeangebote in Anspruch nehmen können, wenn sie Gewalt oder Missbrauch ausgesetzt sind oder waren.

Maßnahmenpaket zum Schutz von weiblichen Flüchtlingen Maßnahmenpaket zum Schutz von weiblichen Flüchtlingen

  • Kernstück des Landesprojekts sind Informationsveranstaltungen über Frauenrechte in Deutschland und das Hilfesystem in Baden-Württemberg sowie persönliche Beratungsgespräche für betroffene Frauen. Liegt ein Fall von häuslicher Gewalt vor, soll den betroffenen Frauen und Kindern die Unterbringung in einem Frauen- und Kinderschutzhaus ermöglicht werden. Geplant sind auch spezielle Schulungen für Ehrenamtliche und Personen, die beruflich mit Flüchtlingsfrauen zu tun haben, um diese für das Thema zu sensibilisieren. Darüber hinaus sollen die Stadt- und Landkreise im Land bei der Entwicklung eigener Schulungskonzepte für ihre Gemeinschaftsunterkünfte unterstützt werden.

    Landesweit koordiniert wird das Projekt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, die Umsetzung vor Ort erfolgt durch Mitarbeiterinnen der ca. 150 Frauenberatungsstellen und Frauen- und Kinderschutzhäuser im Land.

    Pressemitteilung: Maßnahmenpaket zum Schutz von weiblichen Flüchtlingen


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