Baden-Württemberg: Gut leben für alle Generationen

Einführung

Baden-Württemberg: Gut leben für alle Generationen

  • Eltern halten kleines Mädchen an den Händen

Wir gestalten den demografischen Wandel

Baden-Württemberg ist das Bundesland, das seit der Gründung der Bundesrepublik mit Abstand am meisten Zuzug erlebte. Dies ist begründet durch den wirtschaftlichen Erfolg des Landes Baden-Württemberg. Der Zuzug wird – unabhängig von Flüchtlingsbewegungen – in den kommenden zwei Jahrzehnten anhalten.

Was ist also die Herausforderung?

Die Menschen in Baden-Württemberg werden immer älter. Gleichzeitig werden weniger Kinder geboren als früher. Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt. Diese demografische Entwicklung wirkt sich auf alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens aus. Vor allem in einigen ländlichen Regionen unseres Landes ist das schon heute spürbar. Denn: Der Bevölkerungszuwachs vollzieht sich nicht mehr einheitlich über ganz Baden-Württemberg. Es gibt Schwerpunkte entlang der Entwicklungsachsen. Generell kann gesagt werden, dass der ländliche Raum abseits der Entwicklungsachsen deutlich an Einwohnerschaft verlieren wird. Und damit ist dann die Nahversorgung gefährdet.

Was bisher geschah

Die Landesregierung sieht im demografischen Wandel eine große Herausforderung. Denn die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger werden immer älter und werden zumindest zu einem großen Anteil „rüstige Rentner“ sein. Viele ältere Männer und Frauen werden bereit sein, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und sich ehrenamtlich zu engagieren. Demgegenüber stehen aber auch viele Pflegebedürftige oder Menschen, die im Alltag für manche Dinge Hilfe benötigen.

Bisher gibt es in Baden-Württemberg keine eigentliche Demografiestrategie, jedoch zahlreiche Maßnahmen in verschiedenen Politikfeldern. Die Ministerien sind für die dort jeweils angesiedelten Aufgabenbereiche originär zuständig. Die Aufgaben sind in der Bekanntmachung der Landesregierung über die Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Ministerien festgelegt.

Der Demografiebeauftragte hat keine Koordinierungsfunktion, was die Umsetzung selbst betrifft. Er erstellt im Laufe der jetzigen Legislaturperiode ein Konzept und zeigt die notwenigen Maßnahmen auf, die umgesetzt werden sollten, um die Auswirkungen des demografischen Wandels im bestmöglichsten Maß abfangen zu können. Er soll die Kenntnisse über die demografischen Veränderungen verbreiten und der Motivation zu ihrer Bewältigung auf allen politischen Ebenen – unter anderem der kommunalen – Schubkraft verleihen.

Dass wir längerfristig weniger und älter werden, ist unbestritten. Deshalb soll ein Schwerpunkt der baden-württembergischen (Demografie-) Politik darauf gelegt werden, die Rahmenbedingungen in allen Lebensbereichen so zu gestalten und anzupassen, dass alle Generationen auch in Zukunft gut und gerne in Baden-Württemberg leben.

Auf den folgenden Unterseiten zu verschiedenen Handlungsfeldern erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Lebensbereiche von der sich verändernden Altersstruktur der Bevölkerung am meisten betroffen sind.

Handlungsfeld „Generationen, Familie, Gesellschaft“

Handlungsfeld „Bildung, Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Handlungsfeld „Landesplanung, Ländliche Räume, Breitbandversorgung, Daseinsvorsorge“