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Integration
  • 20.04.2018

Lucha zieht positive Zwischenbilanz beim Pakt für Integration

  • Minister Lucha im Kreise der Ravensburger Integrationsmanager und mit Stefan Goller-Martin, Leiter des Amts für Soziales und Familie, sowie Simon Blümcke, 1. Bürgermeister der Stadt Ravensburg.

    Minister Manne Lucha im Kreise der Ravensburger Integrationsmanager mit Simon Blümcke, 1. Bürgermeister der Stadt Ravensburg (ganz links) und Stefan Goller-Martin, Leiter des Amts für Soziales und Familie (ganz rechts) am 20. April 2018 in Ravensburg.

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat der Stadt Ravensburg den Förderbescheid für die Finanzierung ihrer Integrationsmanager überreicht und in diesem Rahmen eine positive Zwischenbilanz beim Pakt für Integration gezogen. Mittlerweile seien bereits 600 Integrationsmanager am Start.

„Die Integration von Geflüchteten ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten: Für die Geflüchteten selbst, für die ‚Alteingesessenen‘ und für die staatlichen Organe“, sagte Minister Manne Lucha bei der Übergabe des Förderbescheids an Ravensburgs 1. Bürgermeister Simon Blümcke. Während der zweijährigen Laufzeit des Paktes stelle das Land insgesamt 116 Millionen Euro zur Verfügung, womit rund 1.000 Integrationsmanager-Stellen finanziert werden können. Lucha: „Das Geld ist gut angelegt, denn die Integrationsmanager können durch eine aufsuchende und niedrigschwellige Beratung und Begleitung dazu beitragen, dass aus Geflüchteten bald Mitbürger werden.“

Mit dem Pakt für Integration zeige das Land, dass es die Städte und Gemeinden bei der Aufgabe die Flüchtlinge zu integrieren nicht allein lässt, so der Minister. Sein Ministerium werde sich sowohl auf Bundes-, als auch auf Landesebene für eine Verlängerung des Paktes für Integration und damit für eine Verlängerung der Förderung des Integrationsmanagements über das Jahr 2018 einsetzen.

Hintergrundinformationen

Der 2017 geschlossene Pakt für Integration zwischen dem Land und den Kommunalen Landesverbänden gilt für zwei Jahre. Er ist zustande gekommen, nachdem Bund und Länder 2016 vereinbart hatten, dass der Bund den Ländern 2016, 2017 und 2018 eine Integrationspauschale von 2 Milliarden Euro jährlich zahlt. Die Mittel, die dadurch nach Baden-Württemberg kamen, flossen in den Pakt für Integration. Bund und Länder hatten beschlossen, dass bis Mitte 2018 unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung der Lage eine Anschlussregelung vereinbart wird.

Vor diesem Hintergrund haben das Land und die Kommunalen Landesverbände beim Abschluss des Paktes für Integration vereinbart, dass sie über eine mögliche Fortsetzung des Paktes – und damit des Integrationsmanagements – sprechen, wenn der Bund über das Jahr 2018 hinaus zusätzliche Mittel für die Integration von Flüchtlingen bereitstellt. Eine entsprechende Ankündigung findet sich zwar im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, genauere Aussagen liegen aber noch nicht vor.

Pakt für Integration mit den Kommunen