Jugendmedienschutz

Fachtagung: Experten und Praktiker beraten in Stuttgart über Jugendschutz in den Medien

In Stuttgart-Vaihingen beginnt heute (25. April 2007) die gemeinsame Jahrestagung der Jugendschutzsachverständigen der Obersten Landesjugendbehörden bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Prüfer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Amtschef Thomas Halder würdigte das Engagement der Prüferinnen und Prüfer in den Gremien von FSK und FSF, die mit ihrer Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Kinder in unserer Gesellschaft ungefährdet aufwachsen könnten, „Kinder brauchen Schutzräume. Im realen Leben ebenso wie in der virtuellen Welt der Medien. Aufgabe der Selbstkontrollen ist es, dann Grenzen zu setzen, wenn von Medien beeinträchtigende oder gefährdende Wirkungen auf Kinder oder Jugendliche ausgehen. Altersfreigaben für Filme und Sendezeitregelungen im Fernsehen geben Eltern und Kindern wichtige Orientierungen. Die FSK-Kennzeichnungen sind damit das Grundraster des Jugendmedienschutzes“, sagte Thomas Halder.

Die rasante Entwicklung der Kommunikationselektronik mache es erforderlich, die Regelungen des Jugendmedienschutzes auf den Prüfstand zu stellen und zu aktualisieren. „Die technische Entwicklung hat den gesetzlichen Jugendmedienschutz überholt. Wir brauchen Änderungen und Verschärfungen“, forderte der Amtschef. „Die Kinokasse ist eine wirksame Barriere zur Einhaltung des Jugendschutzes. Im Internet hingegen sind jugendgefährdende Inhalte meist nicht ausreichend gegen den Zugriff von Kindern und Jugendlichen gesichert“. Das Ziel müsse ein einheitliches Schutzniveau über die verschiedenen Medien hinweg sein.

Dabei gehe es nicht darum, das Prinzip der Selbstkontrollen, das Zusammenwirken von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft in Frage zu stellen „In einer offenen, demokratischen Gesellschaft kann ein wirksamer Jugendschutz nicht allein staatlich verordnet und durchgesetzt werden. Erfolgreicher Jugendschutz braucht das Miteinander des Staates, der gesellschaftlich relevanten Gruppen und auch der Anbieter, die sich damit ihrer besonderen Verantwortung als Medienproduzenten stellen“, betonte Halder.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales