Chancengleichheit

Familienministerin Stolz: „Chancengleichheit von Frauen und Männern sichert Zukunft“

Auf Einladung von Frau Ministerin Dr. Monika Stolz diskutierten Politiker(innen) aus dem Landtag und Vertreter(innen) gesellschaftlicher Gruppen über die Bedeutung von Chancengleichheit von Frauen und Männern für die Zukunftssicherung des Landes. Den wissenschaftlichen Part übernahmen ausgewiesene Fachleute aus den Bereichen Männerforschung, Frauenforschung und Geschlechterforschung, Prof. Dr. Cornelia Helfferich (Freiburg) und Dr. Reinhard Winter (Tübingen).

„Wir können die Augen nicht mehr vor den Problemlagen der Jungen und Männer verschließen“ so begründete die Beauftragte der Landesregierung für Chancengleichheit von Frauen und Männern, Dr. Monika Stolz, ihre Initiative. „Mit einer Politik von Frauen für Frauen haben wir in den letzten 30 Jahren vieles erreicht, was für unsere Mütter und Großmütter noch unvorstellbar war. Wenn wir weitere Fortschritte erzielen wollen, müssen wir den Blick weiten. Dazu gehört auch, Männer und Jungen als Zielgruppe und Handelnde stärker in den Blick zunehmen,“ sagte die Ministerin. Von dem nun begonnenen Dialog zwischen Politik und Wissenschaft erhoffe sie sich neue Impulse. „Wir werden nur dann die notwendigen Fortschritte erzielen, wenn Chancengleichheit als win-win-Situation begriffen wird.“ sagte Stolz weiter.

So zeige die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf Schultypen eine unübersehbare genderspezifische Problemlage auf. „Wir haben offensichtlich eine Bildungskrise der Jungen, die offensiv angegangen werden muss“, so Stolz. Dies gelänge nur, wenn die Einflussfaktoren erkannt und bei den Lösungsansätzen berücksichtigt würden. Bereits im Vorschulalter müsse mit einer geschlechtersensiblen Erziehung begonnen werden. „Jungen und Mädchen müssen von klein auf lernen, dass sie und ihre unterschiedlichen Interessen gleichwertig sind“. Es müsse vermittelt werden, dass es keine Hierarchien und keinen Anspruch auf mehr Rechte, mehr Macht und mehr Bedeutung gäbe, die sich alleine aus dem Geschlecht herleiten lassen. Nach dem Motto „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ müsse Chancengleichheit als durchgängiges Leitprinzip stärker berücksichtigt werden, auch und gerade in Erziehung und Bildung.

Die Dialogreihe „Politik trifft Wissenschaft“ werde fortgesetzt. Nach der Auftaktveranstaltung am 25.1.2007 sind weitere themenzentrierte Gesprächsrunden geplant. Im Mittelpunkt des nächsten Dialogs solle das Thema Schule und Bildung stehen.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales