Gesundheit

Gesundheitsministerin Stolz: „Für eine Grippeschutzimpfung ist es noch nicht zu spät“

In Baden-Württemberg haben sich die den Gesundheitsbehörden gemeldeten Grippeerkrankungsfälle gehäuft. Nach den beim Landesgesundheitsamt eingegangenen Meldungen wurden allein in der vergangenen zehn Tagen mehr als 400 Influenza-Erregernachweise gemeldet. „Wir haben einen deutlichen Trend einer Zunahme. Über die Faschingstage ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Bisher nicht geimpfte Personen sollten sich deshalb jetzt noch impfen lassen. Eine Impfung bietet den besten Schutz vor einer Ansteckung“, sagte Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz am 15. Februar in Stuttgart.

Vor allem gefährdete Personen sollten sich jetzt – soweit noch nicht geschehen – gegen Grippe impfen lassen. Hierzu zählen ältere Menschen über 60 Jahre und Personen mit bestimmten Grundleiden, wie z.B. chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Erkrankungen der Atemwege wie Asthma oder Bronchitis, chronische Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten, chronische Anämien, angeborene und erworbene Immundefekte, Unterdrückung des Abwehrsystems bei Organtransplantationen.

„Auch das Personal in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen soll sich gegen Influenza impfen lassen, um besonders ältere Menschen, deren Immunsystem mit zunehmendem Lebensalter immer schwächer wird, und kranke Menschen vor einer Ansteckung mit dem Influenza-Virus zu schützen“, sagte die Ministerin.

Die Virus-Grippe werde häufig unterschätzt. „Es handelt sich um eine ernst zu nehmende Krankheit, die mit schwerwiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung verbunden sein kann. Im schlimmsten Fall kann eine Virusgrippe tödlich verlaufen“, betonte die Ministerin.“

Der Impfschutz wirke bereits etwa 14 Tage nach der Impfung und halte rund sechs Monate an, erläuterte Stolz. In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Schutzimpfung.

Ergänzende Hinweise für die Redaktionen

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird zwischen Erkältung (grippaler Infekt) und Grippe (Influenza) oft nicht unterschieden, weil die Symptome auf den ersten Blick ähnlich sind. Während der grippale Infekt meist harmlos verläuft, handelt es sich bei der Influenza (Virusgrippe) um eine ernst zu nehmende Krankheit, die mit schwer wiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung verbunden sein kann. Jedes Jahr sterben in Deutschland im Durchschnitt 5000 bis 8000 Menschen an ihren Folgen.

Die Grippeschutzimpfung ist in Baden-Württemberg öffentlich empfohlen. Sie muss jährlich neu erfolgen, da die Viren sich ständig verändern und der jeweils aktuelle Virustyp geimpft werden muss.

Für einzelne Personengruppen, die nicht oder nicht rechtzeitig geimpft werden können, gibt es mittlerweile auch neue Arzneimittel, die einer Ansteckung vorbeugen oder zumindest den Krankheitsverlauf abmildern können.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales