Auszeichnung

Robert Kleinheitz mit Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet

Bundespräsident Horst Köhler hat Robert Kleinheitz für sein außerordentliches Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnung überreichte gestern (28.3.) Staatssekretär Dieter Hillebrand, der auch Beauftragter der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen ist, in Reutlingen. „Werkstatträte oder die Mitbestimmungsrechte, wie es sie heute beispielsweise in den Werkstätten der Diakonie durch die Diakonische Mitwirkungsverordnung festgelegt sind, existieren in dieser Form nur, weil es Menschen wie Robert Kleinheitz gibt, die für die Einführung kämpften“, sagte Hillebrand in seiner Laudatio.

„Mit großer Willensstärke setzen Sie ein deutliches Zeichen, dass Behinderung kein Hindernis für ein selbst bestimmtes, aktives und engagiertes Leben ist“, würdigte Hillebrand. Seit nahezu zwei Jahrzehnten vertritt Kleinheitz die Interessen der Beschäftigten der BruderhausDiakonie als Vorsitzender der Beschäftigtenvertretung. „Allein diese Amtsdauer sagt viel über das Vertrauen aus, das die rund 300 Beschäftigen Ihnen entgegenbringen.“ Neben seinem Engagement als Werkstattrat, Kassenprüfer oder als Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte habe Kleinheitz „erstaunlicherweise immer noch die Energie“ um sich beim Club OHMI einzusetzen, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehöre. 1974 wurde der Club, der sich für die Belange von Körper- und Mehrfachbehinderten einsetzt und über die Lebensumstände von Menschen mit Behinderung informieren will, in Reutlingen-Ohmenhausen gegründet. „Der Club bot auch Kleinheitz Unterstützung und damit auch die Möglichkeit, den Schritt zu mehr Selbstbestimmung zu gehen.“ Das Anliegen, in der Öffentlichkeit für mehr Annerkennung für Menschen mit Behinderung zu sorgen, spiegele sich auch in dem Projekt „Dokumentation über die Behindertenfreundlichkeit der Stadt Reutlingen“ wider.

Die vielfältigen Verdienste für Menschen mit Behinderungen würden nun mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland auch öffentlich anerkannt. Die hohe Auszeichnung sei ein sichtbares Zeichen des Dankes für aktives bürgerschaftliches Engagement. „Ohne Ehrenamt und freiwilliges Engagement, ohne die Bereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger zu helfen und sich aktiv zu engagieren, wäre der Zusammenanhalt in unserem Land wesentlich schwächer“, zeigte sich Hillebrand überzeugt.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales