Bürgerschaftliches Engagement

Stolz: Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen soll Markenzeichen des Landes werden

Die Landesregierung will das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen durch unterstützende Rahmenbedingungen wie beispielsweise mit öffentlichen Veranstaltungen oder Modellprojekten nachhaltig und zielorientiert fördern. Auf der Grundlage einer bundesweit einmaligen Studie, die im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg vom Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung, Freiburg, erstellt wurde, sollen neue Ansätze und Perspektiven aufgezeigt werden, wie die soziale Verantwortung von Unternehmen noch stärker gefördert werden kann.

„Die baden-württembergischen Unternehmen sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und nehmen diese auch wahr. Doch noch immer überwiegt das traditionelle Spenden und Sponsoring für Kultur, Sport oder soziale Belange. Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen und Betrieben ist aber vielfältiger. Es geht um Unternehmen, und Mitarbeiter, die bereit sind, als Bürger gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Dies wollen wir fördern. Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen soll ebenso wie das überdurchschnittliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu einem Markenzeichen Baden-Württembergs werden“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz nach der Sitzung des Ministerrats am 24. April 2007 in Stuttgart.

Nach der Studie zum bürgerschaftlichen Engagement von Unternehmen und Betrieben in Baden-Württemberg sind 85 Prozent der Unternehmen im Land bürgerschaftlich aktiv. Jedes zweite Unternehmen unterstützt den sozialen Bereich. Die Unternehmen engagieren sich bürgerschaftlich insbesondere vor Ort, dabei sind die lokale Orientierung der Unternehmen mit 88 Prozent in den Engagementbereichen ‚Schule und Kindergarten’ und mit 86 Prozent bei ‚Kultur und Kunst’ am höchsten. In den Bereichen ‚Freizeit und Geselligkeit’ (84%) sowie ‚Sport’ (83%) ist das bürgerschaftliche Engagement nur unwesentlich geringer. Das Engagement der Unternehmen und seine Ausgestaltung sind stark durch die Unternehmerpersönlichkeiten und deren persönliche Anliegen geprägt. „Erfreulich ist, dass so viele Unternehmen bereit sind, sich zu engagieren. Was hierbei letztlich die Beweggründe sind, ist nicht so entscheidend. Auf das Tun kommt es an“, sagte die Sozialministerin weiter.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales