Kinderschutz

Stolz: Land und Kommunen ziehen beim Kinderschutz an einem Strang

„Kinderschutz muss schon mit der Geburt anfangen. Dazu will ich günstige Voraussetzungen schaffen, um den Kreislauf von Überforderung und Vernachlässigung zu unterbrechen“, sagte die Kinderbeauftragte der Landesregierung, Familienministerin Dr. Monika Stolz, beim heutigen Fachtag (27. April 2007) „Guter Start ins Kinderleben“ in Karlsruhe. Land und Kommunen hätten das Ziel, den Schutz von Kindern auch gemeinsam zu verbessern. „Wir ziehen an einem Strang. Der Schutz und die frühe Förderung von Kindern hat in allen baden-württembergischen Städten und Gemeinden einen hohen Stellenwert.“

Wenn es um den Schutz von Kindern geht, setzt die Kinderbeauftragte auf ein kompaktes Maßnahmebündel. Wesentliche Aspekte dabei sind die Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern und die Qualifizierung der Fachkräfte in der Jugendhilfe. „Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Belastungen und Risiken für Kinder frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Hilfen anzubieten. Dabei muss Kinderschutz schon mit der Geburt anfangen. Wir werden deshalb einen Teil der Landeserziehungsgeldmittel aufwenden und Eltern anlässlich der Geburt ihres Kindes einen Bildungsgutschein schenken. Denn es ist mein Wunsch, Bildung in Elternfragen zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen“, sagte die Kinderbeauftragte. Wichtig sei es dabei auch, Familien in besonderen Belastungssituationen zu erreichen. „Für diese Familien kann die aufsuchende Familienhilfe einen wertvollen Beitrag leisten. Wenn es Eltern gelingt, ihre Erziehungs- und Beziehungskompetenz auszubauen, ist das der beste Schutz für ihre Kinder vor Vernachlässigung und Gefährdung.“

Eine wichtige Rolle spiele auch die Qualifizierung der in der Jugendhilfe tätigen Fachkräfte, hebt Monika Stolz hervor. So sei gemeinsam mit dem Landesjugendamt ein Konzept entwickelt worden, das neben der Weiterbildung von Fachkräften insbesondere die Qualifizierung von Multiplikatoren in den Mittelpunkt stellen soll. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass sich das Land an dieser Qualifizierungsoffensive beteiligt“, sagte die Ministerin.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales