Kinder

UNICEF-Studie: Kinder im Südwesten haben gute Startchancen

Nach einen neuen UNICEF-Studie haben Kinder im Südwesten gute Zukunftschancen. Die Kinderbeauftragte der Landesregierung, Familienministerin Dr. Monika Stolz, wertet die Ergebnisse als Ansporn und sieht die Familienpolitik der Landesregierung bestätigt. „In Baden-Württemberg bestehen insgesamt gute Lebensverhältnisse und Zukunftsperspektiven für Familien. Das ist ein Ansporn, weiterhin einen Schwerpunkt auf die Familienpolitik zu setzen“, erklärte Monika Stolz heute (15. Februar 2007) in Stuttgart.

Die Studie belege, dass es nicht ausreiche Familien- und Kinderpolitik auf staatlich finanzierte Transferleistungen für Familien mit Kindern zu fokussieren. Der Blick müsse geweitet werden, betonte die Kinderbeauftragte. „Materielle Aspekte sind zwar bei der Entscheidung für oder gegen Kinder wichtig. Sie sind aber nicht alleine ausschlaggebend.“ Junge Menschen wollten sicher sein, dass Kinder erwünscht sind und die Interessen und Belange von Familien ernst genommen werden. Das Klima muss stimmen“, sagte Monika Stolz. Die Landesregierung habe sich deshalb auf die Fahne geschrieben, familienfreundliche Strukturen mit Hilfe aller gesellschaftlichen Gruppen zu stärken.

An Städte und Gemeinden appellierte Stolz Kinder- und Familienfreundlichkeit zu einem eigenständigen Profil weiter zu entwickeln. „Kinderfreundlichkeit ist gerade für die Kommunen ein zentrales Zukunftsthema. Sie sind den Familien am nächsten und hier entscheidet sich, ob Familien sich wohl fühlen. Das Land wird sich mit den Kommunen auch künftig partnerschaftlich für eine familienfreundliche Gesellschaft einsetzen und die Bürgerschaft dabei aktiv beteiligen“, sagte Monika Stolz. Mit dem Projekt „Schritt für Schritt ins Kinderland“ sollen die bisher erfolgreich initiierten lokalen Zukunftswerkstätten weiter entwickelt werden. Das Projekt bestehe aus drei Elementen: Regionale Konferenzen für familienfreundliche Kommunalentwicklung, die weitere Durchführung verbesserter, nachhaltiger Zukunftswerkstätten und Bilanzworkshops für die bereits durchgeführten Zukunftswerkstätten. Die erste Regionale Konferenz ist für den 22.Juni 2007 in Offenburg für die Region Südlicher Oberrhein geplant. Sie dient als Plattform zum Erfahrungsaustausch, auf der auch erfolgreiche Strategien und Praxisbeispiele für eine familienfreundliche Kommunalentwicklung präsentiert werden. Dr. Stolz: „Mir geht es darum, mit unserem Projekt die Kommunen bei dieser wichtigen Zukunftsaufgabe zu unterstützen und das Tempo dieses Prozesses zu beschleunigen. Dafür werde ich werben.“

Erklärtes Ziel sei es auch weiterhin, Eltern zu unterstützen und zu entlasten, gerade auch hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine hohe Priorität habe dabei der weitere Ausbau der Betreuungsangebote. „Wir haben – zusammen mit den Kommunen und freien Trägern - beim Ausbau der Betreuungsangebote für Kleinkinder im vergangenen Jahr große Fortschritte erreicht, die sich sehen lassen können“, sagte die Ministerin. Mit insgesamt über 25.000 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren sei die derzeitige Versorgungsquote auf über 9 Prozent angestiegen. Seit dem Einstieg des Landes in die Krippenförderung im Jahr 2003 habe sich die Zahl der Betreuungsangebote damit von rd. 7.200 Plätzen Ende 2002 mehr als verdreifacht. „Auch der am 14. Februar vom Landtag beschlossene Haushalt setzt hier deutliche Zeichen. Der Haushaltsansatz für 2008 ist mit 18,8 Millionen Euro gegenüber 9,65 Millionen Euro im Jahr 2006 nahezu doppelt so hoch“, erläuterte die Ministerin.

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Soziales