Landesweiter Aktionsplan

Vorreiter für Offenheit und Vielfalt

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha spricht an Redepult auf dem CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018
Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha auf dem CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018
Minister Manne Lucha begrüßte die Gäste des CSD-Empfangs 2018 im Café Nil am See
CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018: Minister Manne Lucha begrüßte die Gäste des Empfangs im Café Nil am See
Gesprächsrunde zu aktuellen Entwicklungen von geschlechtlichen Identitäten und gelebter Vielfalt in der Gesellschaft auf CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018 mit Heike Kauschinger (Geschäftsführerin görls e.V., Reutlingen), Jasmin Janosch Link (Aktivist_in Dritte Option), Moderator Jan Mensebach, Leyla Jagiella (Ethnologin, Religionswissenschaftlerin und Trans-Aktivistin) und Nicoletta Finter (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018: Gesprächsrunde zu aktuellen Entwicklungen von geschlechtlichen Identitäten und gelebter Vielfalt in der Gesellschaft mit (v. l.) Heike Kauschinger (Geschäftsführerin görls e.V., Reutlingen), Jasmin Janosch Link (Aktivist_in Dritte Option), Moderator Jan Mensebach, Leyla Jagiella (Ethnologin, Religionswissenschaftlerin und Trans-Aktivistin) und Nicoletta Finter (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Karte der „Aktion Standesamt 2018“ liegt neben einer Blume auf einem Stehtisch
CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018: Karte der „Aktion Standesamt 2018“
Gruppenbild auf dem CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018: Nicoletta Finter (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Jasmin Janosch Link (Aktivist_in Dritte Option), Minister Manne Lucha, Moderator Jan Mensebach, Heike Kauschinger (Geschäftsführerin görls e.V., Reutlingen) und Leyla Jagiella (Ethnologin, Religionswissenschaftlerin und Trans-Aktivistin)
CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018: v. l. Nicoletta Finter (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Jasmin Janosch Link (Aktivist_in Dritte Option), Minister Manne Lucha, Moderator Jan Mensebach, Heike Kauschinger (Geschäftsführerin görls e.V., Reutlingen) und Leyla Jagiella (Ethnologin, Religionswissenschaftlerin und Trans-Aktivistin)
Gruppenfoto mit Brigitte Lösch MdL (2.v.l.), Minister Manne Lucha (3.v.l.), Stadträtin Laura Halding-Hoppenheit (3.v.r.), Daniel Born MdL (2.v.r.) und Christoph Ozasek (r.), (Gemeinderat Stuttgart)
CSD-Empfang der Landesregierung am 27. Juni 2018: v. l. Brigitte Lösch MdL, Minister Manne Lucha, Stadträtin Laura Halding-Hoppenheit, Daniel Born MdL und Christoph Ozasek (Gemeinderat Stuttgart)

Unter Federführung des Sozial- und Integrationsministeriums wurde in den Jahren 2013 – 2015 ein landesweiter Aktionsplan entwickelt, um Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen – kurz LSBTTIQ – abzubauen.

Der Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ entstand in Zusammenarbeit mit allen Ministerien der Landesregierung sowie in einem breit angelegten Beteiligungsprozess. Er trat im Juni 2015 in Kraft. Der Einsatz für politische Bildung, für ein Klima der Offenheit, und die Sensibilisierung für eine tolerante und gleichberechtigte Gesellschaft sind zentrale Anliegen der Landesregierung.

Ziele und Umsetzung

Zum Abbau von Diskriminierung hat die Landesregierung im Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ zentrale politische Ziele definiert und deren Umsetzungsschritte beschlossen – dies sind unter anderem:

  • Unterstützende Strukturen durch den Aufbau von bedarfsgerechten psychosozialen Beratungsangeboten schaffen
  • Generelle Sensibilisierung und spezielle Angebote für LSBTTIQ-Jugendliche in der bestehenden Jugendarbeit
  • Würdigung der LSBTTIQ-Geschichte und Aufarbeitung der Verfolgung homosexueller Menschen in Baden-Württemberg
  • Diversity am Arbeitsplatz: Schaffung einer diskriminierungsfreien Arbeitswelt
  • Geschlechtliche Vielfalt: Verbesserung der rechtlichen Gleichstellung von transsexuellen, transgender und intersexuellen Menschen

Die 2015 definierten Maßnahmen werden stetig auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt des Aktionsplans ist die Fortsetzung des Dialogs mit Kirchen, Familien-, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen und Sportverbänden. Eine stärkere Vernetzungskultur in bestehende Strukturen sowie die fortwährende Sensibilisierung von gesellschaftlich wichtigen Verbänden und Akteuren in Polizei und Justiz sind ebenfalls im Fokus.

Zur Unterstützung und Förderung dieses Dialogs zwischen Verwaltung, LSBTTIQ-Community und den gesellschaftlichen Akteuren trat am 23. November 2016 der Landesbeirat „Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ in seiner neuen Besetzung erstmalig zusammen. Er wird künftig zwei Mal jährlich tagen.

Mitglieder des Beirates:

  • Vertretungen aller Landesministerien,
  • Landtagesfraktionen der Bündnis 90 / Die GRÜNEN, CDU, SPD und FDP,
  • Vertretungen des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg,
  • Kommunale Landesverbände,
  • Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg,
  • Kirchenvertretungen (Ev. Kirche Baden, Ev. Kirche Württemberg, Kath. Kirche Baden),
  • Kommunalverband für Jugend und Soziales,
  • Aidshilfe Baden-Württemberg und
  • Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Empfang der Landesregierung zum Christopher-Street-Day (CSD)

Traditionell richtet die Landesregierung einmal im Jahr einen CSD-Empfang aus. Im Jahr 2018 versammelten sich hierfür etwa 200 Personen im Café Nil am See in Stuttgart. Wie in den letzten Jahren kamen engagierte Gruppen und Menschen aus ganz Baden-Württemberg nach Stuttgart, um sich zu vernetzen und auszutauschen. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha würdigte sie für ihr zumeist ehrenamtliches Engagement.

Lucha sagte: „Wir erleben im politischen und öffentlichen Raum seit geraumer Zeit auf allen Ebenen, – regional, national ebenso wie international –, wieder eine starke Tendenz zu Schwarz-Weiß-Denken, zu Vereinfachung, Ausgrenzung und Verurteilung. Gerade jetzt ist es wichtig, auch wieder die Grundrechte zu zitieren und sich selbstbewusst für das Grundsätzliche einzusetzen, nämlich für gleiche Rechte und für die tatsächliche Gleichstellung. Ich danke Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz, unsere Welt demokratischer, bunter und vielfältiger zu machen!“ Er stellte mehrere Projekte vor, die seit der Verabschiedung des Aktionsplans erfolgreich auf den Weg gebracht worden sind.

Kontakt

Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
Else-Josenhans-Str. 6
70173 Stuttgart
poststelle@sm.bwl.de

Hinweis:
Eine Rechtsberatung im Einzelfall kann und darf vom Ministerium nicht erteilt werden.

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