Pflegeinfrastruktur

Pflegeinfrastruktur

Moderne Pflegeheime und ambulant betreute Wohnformen

Baden-Württemberg verfügt über eine gut ausgebaute, moderne und leistungsfähige Pflegeinfrastruktur im Bereich der Altenhilfe.

In Folge der absehbaren demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen werden die stationären Pflegeeinrichtungen künftig noch stärker als bislang Versorgungsaufgaben übernehmen müssen, die seither in den Familien geleistet werden. Eckpunkte der Weiterentwicklung der stationären Pflegeinfrastruktur sind u. a. die Schaffung flexibler und effizienter Hilfeangebote zur Entlastung pflegender Angehöriger, die Qualifizierung für die besonderen Bedürfnisse Demenzkranker und eine möglichst durchlässige Versorgungsstruktur auch zum ambulanten Bereich.

Ambulante Betreuungsangebote ermöglichen ein weitgehend selbstbestimmtes Wohnen im Alter und bei Pflege- und Unterstützungsbedarf. Mit dem neuen Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG) hat die Landesregierung die Voraussetzungen für die Einführung und die Verbreitung von innovativen neuen Wohnformen geschaffen. Sie sollen künftig als zusätzliche Säule neben dem Wohnen in den eigenen vier Wänden, trägerbetriebenen ambulanten Wohngemeinschaften und stationären Einrichtungen im Land etabliert werden.

Landesförderung für innovative Pflegeprojekte

Mit dem Innovationsprogramm Pflege fördern wir neuartige Pflege- und Versorgungsmodelle, die Leuchtturmcharakter für die Pflegelandschaft haben. Ziel ist es, die Pflegeangebote vor Ort besser zu vernetzen, Pflege-WGs aufzubauen und Nacht-, Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen gerade auch im ländlichen Raum auszubauen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und den geförderten Projekten erhalten Sie über die rechts stehende Info-Box.

Modellkommunen erproben neue Pflege-Konzepte

Im Herbst 2014 wurde nach 3-jähriger Laufzeit das Landesmodellprojekt „Pflegemix in lokalen Verantwortungsgemeinschaften“ zum Abschluss gebracht. In Modellkommunen sollten neue Wege erprobt und innovative Konzepte entwickelt werden, die den wachsenden Bedarf an Begleitung, Unterstützung und Versorgung pflegebedürftiger Menschen mit Blick auf die Zukunft nachhaltig absichern.

Die zentralen Projekterfahrungen wurden Anfang 2015 in einem Handbuch veröffentlicht. Es richtet sich vor allem an Kommunen und stellt konkrete Maßnahmen zur Umsetzung von Pflegemix-Konzepten vor Ort wie auch Best-Practice-Beispiele vor. Das Handbuch sowie der Bericht zum Projektabschluss stehen rechts zum Download bereit.

Neue Beratungsstelle für ambulant betreute Wohnformen

Seit dem 1. November 2014 unterstützt eine neue landesweite Beratungsstelle die Kommunen und Kreise darin, vor Ort den Auf- und Ausbau von ambulant betreuten Wohngemeinschaften voranzutreiben. Die Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen (FaWo) ist beim Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) angesiedelt. Das Sozialministerium unterstützt die neue Beratungsstelle mit 550.000 Euro.

Online-Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheim

Wer nach einer passenden Pflegeeinrichtung sucht, kann sich zum Beispiel mit dem Pflegeheim-Navigator der AOK im Internet über mehr als 14.000 Einrichtungen informieren.

Das Suchergebnis kann mit verschiedenen Kriterien verfeinert werden: Ort des Pflegeheims, Art des Pflegeplatzes oder auch pflegefachliche Schwerpunkte. Neben den Kontaktdaten der jeweiligen Einrichtung werden die Preise der Pflegeleistungen und die Kosten, die der Heimbewohner selbst tragen müsste, angezeigt. Die Pflegeheime können zusätzliche Angaben zu ihrem Angebot wie Bilder, Verpflegung und religiöse Ausrichtung selbst ergänzen. Darüber hinaus werden die Pflegenoten, d. h. die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und des Prüfdienstes der Privaten Krankenversicherung, veröffentlicht.

Bei der Suche nach einem passenden Pflegedienst hilft der Pflegedienst-Navigator der AOK weiter. Die Datenbank mit mehr als 13.000 Pflegediensten kann ebenfalls gezielt nach Kontakt-, Preis- und Zusatzinformationen durchsucht werden.


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