Innovationsprogramm Pflege

Land fördert innovative Pflegeprojekte

Mit dem Innovationsprogramm Pflege fördern wir neuartige Pflege- und Versorgungsmodelle, die Leuchtturmcharakter für die Pflegelandschaft haben. Ziel ist es, die Pflegeangebote vor Ort besser zu vernetzen, Pflege-WGs aufzubauen und Nacht-, Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen gerade auch im ländlichen Raum auszubauen.

Pflegebedürftige Menschen in Baden-Württemberg sollen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben auch in ihrem häuslichen Umfeld führen können. Kurzzeitpflege trägt dazu bei, häusliche Pflegesituationen zu entlasten und zu stabilisieren.

Das „Innovationsprogramm Pflege“ zielte für das Jahr 2022 darauf ab, das wichtige Thema der Stärkung von Kurzzeitpflege, aber auch von Tages- und Nachtpflege, quantitativ und qualitativ zu fördern. 

Es wurden Angebote der Nacht- oder Tagespflege investiv gefördert, und – wie bisher – konnten auch solitäre Kurzzeitpflegen als ausschließlich investive Projekte eingereicht werden. Zudem kamen auch investive Projekte der Kurzzeitpflege in Betracht, die einen Bezug zum Krankenhausbereich aufweisen. Darüber hinaus waren auch Ideen, Konzepte und Modelle mit Blick auf die neu eingeführte Übergangspflege als Anschlussversorgung nach einem Krankenhausaufenthalt erwünscht, die zur Verbesserung der Situation bei der Kurzzeitpflege beitragen können.

Förderung in den vergangenen Jahren

Listen der geförderten Projekte in den vergangenen Jahren stehen am Seitenende zum Download zur Verfügung.

Im Förderjahr 2021 wurden insgesamt acht wegweisende Projekte mit rund 3,2 Millionen Euro gefördert. Im Fokus standen der Ausbau und die Weiterentwicklung von Angeboten der Kurzzeitpflege sowie der Nacht- und Tagespflege.

Mit dem „Innovationsprogramm Pflege 2020“ förderte das Land Baden-Württemberg insgesamt 12 wegweisende Projekte – darunter auch 42 Kurzzeitpflegeplätze – in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro. Die geförderten Vorhaben richteten sich an pflegende Angehörige, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie professionelle Pflegefachkräfte.

Im Förderjahr 2019 wurden Projekte in den Bereichen Weiterentwicklung sozialraumorientierter und innovativer Versorgungsstrukturen, Förderung ambulant betreuter Wohngemeinschaften und Ausbau des teilstationären Pflegeangebots von Nacht-, Tages- und Kurzzeitpflege gefördert.

In Förderjahr 2018 wurden Projekte gefördert, die pflegende Angehörigen unterstützen und entlasten. Bei der Anschubförderung ambulant betreuter Wohngemeinschaften fanden Kriterien wie räumliche Ausgestaltung, Demenzgerechtigkeit, bauliche Einbindung in den Ort, konzeptionelle Einbindung der ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger, Ansiedlung im ländlichen Raum, aber auch Ausrichtung auf Bedarfe besonderer Gruppen wie junge Pflegebedürftige oder Menschen mit Migrationshintergrund besondere Berücksichtigung. Darüber hinaus gehörten der Ausbau und die Weiterentwicklung von Angeboten der Nacht- und Tagespflege sowie Angeboten der Kurzzeitpflege zum Förderpaket.

Im Förderjahr 2017 wurde insbesondere die Lebenssituation von pflegenden Angehörigen, den vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen und deren unterstützendes Umfeld in den Blick genommen. Ziel war es, häusliche Pflegearrangements im Rahmen von Quartiersentwicklung zu unterstützen und zu stärken. Gefördert wurden Projekte zur Weiterentwicklung sozialraumorientierter und innovativer Versorgungsstrukturen, zur Förderung ambulant betreuter Wohngemeinschaften und zum Ausbau des teilstationären Pflegeangebots.

Im Jahr 2016 wurden im Rahmen des „Innovationsprogramms Pflege“ in zwei Tranchen insgesamt 25 Projekte in 20 Stadt- und Landkeisen gefördert. Die Bandbreite der ausgewählten Projekte war vielfältig. Gefördert wurden unter anderem: Projekte für ambulant unterstützte Wohngemeinschaften, Menschen mit Migrationshintergrund und Pflegebedarf, der weitere Ausbau der Tagespflege sowie Projekte, die die Vernetzung im Sozialraum verbessern.

Im Jahr 2015 wurden im Rahmen des „Innovationsprogramms Pflege“ 21 Projekte gefördert, darunter Informationsveranstaltungen für Handwerker zu Einsatzmöglichkeiten von technischen Assistenzsystemem im Alter, ein soziales Netzwerk zur Vermeidung von Isolation und Einsamkeit von älteren Menschen sowie Projekte der kultursensiblen Pflege, wie zum Beispiel interkulturelle VermittlerInnen zur Unterstützung bei der Pflegeüberleitung und ein Training zur Verbesserung der Kommunikation mit demenzkranken Menschen mit Migrationshintergrund.

Im Jahr 2014 wurden im Rahmen des „Innovationsprogramms Pflege“ Fördermittel in Höhe von rund 3 Millionen Euro verteilt. Unter den ausgewählten 17 Projekten waren eine Wohngemeinschaft für muslimische Frauen mit Pflegebedarf, eine 24 Stunden-Pflege für Demenzerkranke sowie Projekte, die den Übergang von stationärer in die häusliche Pflege nach Krankenhausaufenthalten verbessern sollen.

Abschlussberichte geförderter Projekte