Pakt für Integration

Integration

Pakt für Integration: Land unterstützt Kommunen bei Integrationsarbeit

  • Integrationsmanager erarbeitet mit zwei jugendlichen Flüchtlingen aus Eritrea Bewerbungsschreiben (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

    Quelle: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Mit dem Pakt für Integration stellt das Land den Kommunen in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 320 Millionen Euro zur Verfügung: Mit 116 Millionen Euro werden rund 1.000 Integrationsmanager in Städten und Gemeinden finanziert, weitere 24 Millionen Euro fließen in Maßnahmen aus den Bereichen Schule und Übergang zum Beruf, Spracherwerb sowie bürgerschaftliches Engagement in der Kommune. Neben den Mitteln für diese konkreten Integrationsförderprogramme und -maßnahmen erhalten die Kommunen 180 Millionen Euro pauschal für den Bereich Integration. Das Kabinett hat dem Pakt für Integration mit den Kommunen am 4. April 2017 zugestimmt.

Durch den Pakt für Integration beteiligt sich die Landesregierung angemessen an den besonderen Herausforderungen der kommunalen Integrationsarbeit und setzt die Koalitionsvereinbarung um. Denn die Kommunen sind der entscheidende Ort für Integration. Die Maßnahmen sollen Regelstrukturen unterstützen und bestehende Lücken schließen.

Aufgaben und Qualifikation eines Integrationsmanager

Das Integrationsmanagement ist das Kernstück des Paktes. Dabei sind die Landkreise, Städte und Gemeinden für die Einstellung und konkrete Aufgabenkonzeption eines Integrationsmanagers zuständig. So kann das Land eine passgenaue Lösung für jede Kommune anbieten und dennoch seiner Steuerungsfunktion gerecht werden.
Die Aufgaben eines Integrationsmanagers können unter anderem sein:

  • Aufsuchende, niedrigschwellige und kultursensible Beratung;
  • Sozialbegleitung durch Einzelfallhilfe zu allen Fragen des alltäglichen Lebens und zu Perspektiven in Baden-Württemberg;
  • Erfassung und Zusammenführung von freiwillig zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten (insbesondere Sprachkenntnissen, Berufe, Geschlecht, Interessen), zum Beispiel zur Vermittlung in Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM);
  • Information über Integrationsangebote vor Ort und gegebenenfalls Weiterleitung an die Regeldienste;
  • Auswertung bzw. Überprüfung sowie Fortschreibung der individuellen Integrationspläne in regelmäßigen Gesprächen;
  • Heranführung an geeignete Angebote von Ehrenamtlichen;
  • gegebenenfalls gezielte Koordination des Einsatzes von Ehrenamtlichen (auf den Einzelfall ausgerichtet);
  • Information und Heranführung der Geflüchteten an zivilgesellschaftliche Strukturen und Vereine.

Für diese anspruchsvolle Aufgabe des Integrationsmanagements sollen nur ausreichend qualifizierte Personen mit Hochschulabschluss ab dem akademischen Grad des Bachelors im Bereich Sozialwesen oder alternativ geeignetem Hochschulabschluss eingesetzt werden. Über eine entsprechende Nachqualifizierung können aber auch Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einschlägigem Erfahrungswissen zum Integrationsmanager ausgebildet werden.

Umsetzung / Beantragung

Einzelheiten zur Umsetzung des Integrationsmanagements werden über eine Verwaltungsvorschrift erfolgen, die zeitnah erarbeitet und zu gegebener Zeit auf dieser Seite eingestellt wird.

Sobald die Vorbereitungen für die Durchführung des Zuwendungsverfahrens abgeschlossen sind, werden die Kommunen durch das Ministerium für Soziales und Integration über den Start des Zuwendungsverfahrens, die Zuwendungsvoraussetzungen sowie die zu beachtenden Formalitäten informiert werden.


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