Netzwerke

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Freiwilliges Engagement hat Tradition im Land

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Bürgerschaftliches Engagement lebt von und in Netzwerken. Partnerschaften, Bündnisse und Kooperationsstrukturen sind sehr gut geeignet, freiwilliges und engagiertes Handeln zu unterstützen.

Das 1999 gegründete „Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement“ in Baden-Württemberg ist hierfür beispielhaft. Es hilft Städten, Gemeinden, Landkreisen, Verbänden und der Wirtschaft dabei, geeignete Rahmenbedingungen für engagierte Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und zu stärken. Das Referat Bürgerschaftliches Engagement des Sozialministeriums berät und unterstützt die im Netzwerk mitwirkenden Kommunen, Verbände und Organisationen.

Struktur

Organisatorisch gesehen ist das Landesnetzwerk BE ein „Netz von Netzwerken“.

Im Mittelpunkt stehen drei kommunale Netzwerke:

StädteNetzWerk StädteNetzWerk

  • Die Federführung des StädteNetzWerks liegt beim Städtetag Baden-Württemberg, einem von drei kommunalen Landesverbänden in Baden-Württemberg. Der Städtetag sieht im StädteNetzWerk eine bewährte Struktur,

    • Zukunftsfragen und -themen zu bearbeiten,
    • den Wissensstand zu aktualisieren und
    • den Erfahrungsaustausch zwischen Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu intensivieren.


    Es geht darum, Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten und Anregungen zur Weiterentwicklung der Bürgerkommune zu geben.

Gemeindenetzwerk Gemeindenetzwerk

  • Die Federführung des Gemeindenetzwerks liegt beim Gemeindetag Baden-Württemberg. Durch die Konzentration der Arbeit im Gemeindenetzwerk auf Schwerpunktthemen konnte eine große Resonanz in den Gemeinden erreicht werden. Es wurden neue Foren des interkommunalen Austausches geschaffen, in denen Bürgerschaft, Politik und Verwaltun gemeinsam Lösungen für Problemstellungen erarbeiten.

Landkreisnetzwerk Landkreisnetzwerk

  • Das Landkreisnetzwerk ist 1997 gegründet worden und war das erste der kommunalen Netzwerke zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements (BE). Die Federführung liegt beim Landkreistag Baden-Württemberg. Ziel des Landkreisnetzwerks ist es, bürgerschaftliches Engagement in den Landkreisen systematisch mit Hilfe der Gründung von Fachstellen in den Landkreisen zu verankern und diese Fachstellen kontinuierlich zu beraten und zu qualifizieren.

Daneben gehören zahlreiche weitere Verbände und Institutionen dazu – wie beispielsweise

  • die Arbeitsgemeinschaft Bürgerschaftliches Engagement (ARBES) – ein freiwilliger Zusammenschluss von bürgerschaftlich engagierten Gruppen im Land,
  • die Fachkräfte im Landesnetzwerk BE (FaLBE) – ein Zusammenschluss von bürgerschaftlich engagierten Fachkräften – sowie
  • die Bürgermentorinnen und Bürgermentoren – engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Weiterentwicklung des Bürgerengagements vor Ort einsetzen.

Besonderheiten des Landesnetzwerks BE

Eine Besonderheit der Förderung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements im Landesnetzwerk BE ist die Fachberatung. Im Gemeindenetzwerk, im Landkreisnetzwerk und im StädteNetzWerk stehen jeweils Fachberater zur Verfügung, um den lokalen Entwicklungsprozess zu begleiten und zu stärken. In den Mitgliedskommunen des Landesnetzwerks BE konnten sich im Laufe der Jahre professionelle Fachstellen zur Förderung des Engagements vor Ort in den Kommunen etablieren, die sich zur FaLBE zusammengeschlossen haben. Das Landesnetzwerk bzw. das zuständige Referat im Sozialministerium unterstützt diese Fachkräfte durch die Finanzierung von Fachberatern, die in den drei kommunalen Netzwerken beratend und qualifizierend zur Verfügung stehen.

Eine Funktion des Landesnetzwerks ist die Aus- und Fortbildung von so genannten „Bürgermentoren“. Manche der Mentorinnen und Mentoren werden weitergebildet zu „Mentorentrainern“, die vor Ort in Kooperation mit Bildungsträgern die Bürgermentoren selbst ausbilden.

Ein weiterer Mehrwert des Landesnetzwerks bildet das Angebot so genannter kommunaler Entwicklungsbausteine (KEB). Diese Wissenstransferbausteine unterstützen die lokale oder kommunale Weiterentwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements durch Expertise aus dem Landesnetzwerk. Gemeinsam mit einer Fachberaterin oder einem Fachberater können Kommunen ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Projekt entwickeln und über die kommunalen Netzwerke finanzielle Mittel zur Umsetzung beantragen. Über die Förderung entscheidet das Sozialministerium.

Veranstaltungen

Mehrmals jährlich veranstalten das StädteNetzWerk, das Gemeindenetzwerk und das Landkreisnetzwerk thematisch ausgerichtete Treffen. So erhalten Mitglieder und lokale Akteure regelmäßig die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen und ihr Wissen zu teilen.

Zweimal jährlich findet die Landesnetzwerkkonferenz Bürgerschaftliches Engagement statt. Dort treffen sich neben den drei kommunalen Netzwerken die großen Wohlfahrtsverbände sowie landesweite Interessenverbände (z. B. Landesseniorenrat, Landesjugendring, Landesfrauenrat usw.).

BBE: Ein bundesweites Netzwerk für das bürgerschaftliche Engagement

Auf Bundesebene agiert das 2002 gegründete Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Es hat über 150 Mitgliedorganisationen, in denen viele Millionen Menschen organisiert sind. Dazu zählen Trägerorganisationen, zivilgesellschaftliche Akteure der Freiwilligenarbeit und Selbsthilfe, Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Bund, Länder und Kommunen, Wirtschaftsunternehmen und deren Zusammenschlüsse, Gewerkschaften und Medien.

Gemeinsam arbeiten sie daran, bestmögliche rechtliche, institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement zu schaffen.


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