Ausbildung und Fachschule

Ausbildung und Fachschule

Von Altenpflege bis Physiotherapie

  • Rettungsassistenten und Notarzt

Die Ausbildung zu den nichtakademischen Heilberufen, den Pflegeberufen und den sozialen Berufen findet in Deutschland in der Regel an staatlichen Berufsfachschulen oder an staatlich genehmigten, anerkannten Ersatzschulen auf Fachschulniveau statt.

Voraussetzung ist a) ein Realschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder b) ein Hauptschulabschluss und zusätzlich eine abgeschlossene mindestens zwei Jahre dauernde Ausbildung. Eine Ausnahme bildet hier die Ausbildung an einer Berufsfachschule für Sozialpflege – Schwerpunkt Alltagsbetreuung. Ein Besuch dieser Schule ist auch ohne Schulabschluss möglich. Dieser wird mit bestandener Abschlussprüfung erworben.

Heilpraktiker

Heilkunde berufs- oder erwerbsmäßig darf nur ausüben, wer entweder die Approbation als Arzt oder eine ärztliche Berufserlaubnis besitzt oder eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz erworben hat. Das Mindestalter für die Erteilung einer Erlaubnis ist die Vollendung des 25. Lebensjahres.

Zuständig für die Erlaubniserteilung sind: für den Regierungsbezirk Stuttgart, das Landratsamt Heilbronn für den Stadtkreis Stuttgart das Ordnungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart für den Regierungsbezirk Karlsruhe das Landratsamt Karlsruhe, für den Regierungsbezirk Tübingen das Landratsamt Tübingen und für den Regierungsbezirk Freiburg das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald.

Medizinische Fachberufe, Pflegeberufe, soziale Berufe und medizinische Helferberufe

Pflegeberufe und medizinische Fachberufe sind durch Bundesgesetz geregelt. Die medizinischen Helferberufe sind zusammen mit den jeweiligen Ausbildungsverordnungen auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Die sozialen Berufe werden durch Landesrecht geregelt.

Die Berufsbilder im Einzelnen: Die Berufsbilder im Einzelnen:

    • Alltagsbetreuerin / Alltagsbetreuer
    • Altenpflegerin/Altenpfleger
    • Altenpflegehelferin/Altenpflegehelfer
    • Arbeitserzieherin/Arbeitserzieher
    • Arzthelferin / Arzthelfer (Landesärztekammer Baden-Württemberg)
    • Diätassistentin / Diätassistent
    • Ergotherapeutin / Ergotherapeut
    • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
    • Gesundheits- und Krankenpflegerin/Gesundheits- und Krankenpfleger
    • Gesundheits- und Krankenpflegehelferin/Gesundheits- und Krankenpflegehelfer
    • Haus- und Familienpflegerin/Haus- und Familienpfleger
    • Hauswirtschafterin / Hauswirtschafter
    • Hebamme / Entbindungspfleger
    • Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger
    • Heilerziehungshelferin/Heilerziehungshelfer
    • Heilpädagogin/Heilpädagoge
    • Jugend- und Heimerzieherin/Jugend- und Heimerzieher
    • Logopädin / Logopäde
    • Masseurin / Masseur und medizinische(r) Bademeisterin / Bademeister
    • Medizinisch-Technische Assistentin / Assistent für Funktionsdiagnostik
    • Medizinisch-Technische(r) Laboratoriumsassistentin / Laboratoriumsassistent
    • Medizinisch-Technische(r) Radiologieassistentin / Radiologieassistent
    • Orthoptistin / Orthoptist
    • Pharmazeutisch-Kaufmännische(r) Angestellte / Angestellter (Landesapothekerkammer Baden-Württemberg)
    • Pharmazeutisch-technische(r) Assistentin / Assistent (Kultusministerium Baden-Württemberg)
    • Physiotherapeutin / Physiotherapeut
    • Podologin / Podologe
    • Rettungsassistentin / Rettungsassistent
    • Zahnarzthelferin / Zahnarzthelfer (Zahn-Forum)

Darüber hinaus gibt es folgende Gesundheitsberufe, die bundesrechtlich nicht geregelt sind:

  • Medizinische Dokumentarin / Medizinischer Dokumentar
  • Medizinlaborantin / Medizinlaborant
  • Operationstechnische(r) Assistentin / Assistent

Auskünfte erteilen hier die vier Regierungspräsidien von Baden-Württemberg in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft.

Zu den vorgenannten Berufen findet man auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit sowie der Regierungspräsidien Baden-Württemberg weitere Informationen wie z. B. Zugangsvoraussetzungen zu den entsprechenden Ausbildungen, rechtliche Regelungen bis hin zu Ausbildungsstätten.

Weiterbildung

Das Sozialministerium erlässt für Bereiche wie Kranken- und Altenpflege Weiterbildungs-verordnungen. Bei den Berufen in der Altenpflege, Heilerziehungspflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege bestehen an staatlich anerkannten Weiterbildungsstätten derzeit folgende Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Gerontopsychiatrie
  • Intensivpflege
  • Nephrologie
  • Onkologie
  • Operationsdienst und Endoskopiedienst
  • Psychiatrie
  • Rehabilitation
  • Pflegedienstleitung für Altenhilfe und ambulante Dienste
  • pflegerische Leitung einer Station oder Einheit


Für Hebammen / Entbindungspfleger gibt es die Möglichkeit der Weiterbildung zur pflegerischen Leitung einer Station oder Einheit.

Examinierte Krankenpflegekräfte haben die Möglichkeit, nach Abschluss ihrer Ausbildung und einer im Anschluss erfolgten praktischen Tätigkeit ein einschlägiges Fachhochschulstudium zu absolvieren, das mit der Prüfung zur / zum Diplom-Pflegewirt/-in (FH) bzw. zur / zum Diplom-Pflegepädagogen/-in (FH) abschließt. In Baden-Württemberg besteht dieses Angebot an den Fachhochschulen Esslingen und Freiburg. Weitere Zugangsvoraussetzungen können dort erfragt werden.

Für die Arzt- und Zahnarzthelfer(innen) gibt es Regelungen wie etwa die Fortbildung zur/zum Arztfachhelfer(in), Zahnmedizinischen Fachhelfer(in) (ZMF) oder Dentalhygieniker(in) (DH). Weitere Informationen sind über die Bezirksärztekammern und Bezirkszahnärztekammern erhältlich.


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