Pressemitteilung

Bürgerengagement
  • 18.11.2016

Bundesverdienstkreuz am Bande für Mariott Glocker aus Bad Waldsee

Als öffentliche Anerkennung für ihr langjähriges herausragendes und vorbildhaftes soziales Engagement hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) Frau Mariott Glocker das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

„Ihr langjähriges und außergewöhnlich großes soziales Engagement richtet sich besonders an pflegebedürftige und einsame ältere Menschen, für die Ihre Zuwendung Lichtblicke in ihrem Leben bedeuten. Seit Jahrzehnten sind Sie überall zur Stelle, wo Sie gebraucht werden. In dieser langen Zeit haben Sie sich weit über das übliche Maß hinaus für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt“, würdigte Minister Lucha die Geehrte in der Feierstunde. „Ich freue mich deshalb ganz besonders, Ihnen heute diese Ehrung des Herrn Bundespräsidenten überreichen und große Anerkennung für Ihre Dienste aussprechen zu dürfen“, sagte der Minister weiter.

Vorbild für achtsamen und fürsorglichen Umgang miteinander

Mariott Glockers wertvoller Einsatz für ihre Mitmenschen sei ein Paradebeispiel dafür, dass ehrenamtliches Engagement oft im Stillen und für viele nicht sichtbar stattfinde. „Jeder, der Frau Glocker kennt, ist tief beeindruckt von ihrem Engagement“, so Lucha. „Gerade in diesen Zeiten, in denen Hass, Zwietracht und Populismus wieder ihr schauriges Haupt erheben, ist es so unglaublich wichtig, dass wir Menschen achtsam und fürsorglich miteinander umgehen. Sie, liebe Frau Glocker, sind uns dafür ein leuchtendes Vorbild“, sagte Minister Lucha.

Hohes soziales Engagement für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner

Mariott Glocker ist ausgebildete Krankenschwester und Sozialarbeiterin und übte letzteren Beruf 40 Jahre aus. Noch während der Berufstätigkeit kam ihre Mutter ins Alten- und Pflegeheim „Spital zum Heiligen Geist“ in Bad Waldsee und wurde dort von der Tochter regelmäßig besucht. Schon bald erweiterte Mariott Glocker ihre Besuche auf weitere oft bettlägerige Bewohner und machte es diesen so möglich, weiterhin am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Mit dem Eintritt in den Ruhestand Ende 1999 intensivierte Mariott Glocker ihr soziales Engagement. Noch immer – trotz ihres mittlerweile hohen Alters – besucht sie mehrmals in der Woche mehrere Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu hilft Mariott Glocker nahezu täglich im Alten- und Pflegeheim – sei es beispielsweise bei der Unterstützung der Bewohner beim Essen und Trinken, sei es mit warmen und liebevollen Worten, bei Ausfahrten der Bewohner mit dem Rollstuhl oder bei der Organisation von Angeboten wie dem von ihr ins Leben gerufenen Singkreis oder Gottesdiensten. Auch kümmert sie sich liebevoll um die Friedhofskapelle und die Kapelle des Spitals. Seit 2002 übt Mariott Glocker außerdem das Amt der Heimfürsprecherin aus und ist damit das Sprachrohr der Bewohnerinnen und Bewohner gegenüber der Heimleitung.


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