Pressemitteilung

Auszeichnung
  • 24.03.2017

Staufermedaille für Emmy Engler aus Überlingen

Als öffentliche Anerkennung für ihr langjähriges herausragendes und vorbildhaftes ehrenamtliches Engagement für notleidende Menschen hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Überlingen (Bodenseekreis) Frau Emmy Engler die vom Ministerpräsidenten verliehene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg überreicht.

„Sie werden heute für Ihren außergewöhnlich großen ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Ihnen ist es durch Ihr unermüdliches, gut 40-jähriges Engagement gelungen, geschätzt über 6.000 Hilfspakete an notleidende Menschen in Osteuropa zu versenden. Sie hatten dabei immer besonders diejenigen Menschen im Blick, die auf Hilfe besonders angewiesen waren. Mit Ihrem großartigen und vorbildhaften Engagement haben Sie sich weit über das übliche Maß hinaus für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt. Ich denke, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Sie eine echte Menschenfreundin sind“, würdigte Minister Lucha die Geehrte in der Feierstunde.

„Ich freue mich deshalb ganz besonders, Ihnen heute diese Ehrung des Ministerpräsidenten überreichen und Ihnen seine Glückwünsche, seinen Dank und seine Anerkennung für Ihre Dienste aussprechen zu dürfen. Ihr Einsatz macht uns allen Mut und ist uns ein Ansporn. Sie leben uns vor, wie auch Einzelne dazu in der Lage sind, mit großem Einsatz etwas Großes schaffen zu können“, sagte der Minister weiter.

Jahrzehntelanger Einsatz für Hilfsbedürftige in Osteuropa

Frau Emmy Engler wurde 1923 im rumänischen Groß-Komlosch geboren. Nachdem sie im Zweiten Weltkrieg als Rotkreuzschwester im Kaukasus tätig gewesen war, lebt sie seit dem Jahr 1956 am Bodensee. Von hier aus begann sie etwa ab dem Jahr 1970, regelmäßig Hilfspakete an Bedürftige in Rumänien zu versenden. Bis 1990 kamen die Hilfspakete insbesondere Angehörigen der deutschen Minderheit der Siebenbürger Sachsen zu Gute. Frau Engler widmete sich bei ihrem Einsatz insbesondere den Menschen, die keine Verwandten oder Freunde in Deutschland hatten, die sie hätten unterstützen können. Nach dem Zusammenbruch des Ostblockes unterstütze Frau Engler weiterhin Angehörige der Siebenbürger Sachsen, dehnte ihr Engagement aber fortan auch auf hilfsbedürftige Rumänen, Ungarn und Roma aus.

Zur Finanzierung der Pakete sammelte Frau Engler mehrmals pro Jahr Geld- und Sachspenden von Privatpersonen und Organisationen und kümmerte sich auch um den Kauf von Kleidung, Hygieneartikeln und Medikamenten. Helfer unterstützen sie dabei, die Pakete zu schnüren und diese direkt an die Empfänger in Rumänien auszuliefern. Frau Engler organisierte diese jahrzehntelangen Hilfslieferungen in ihre alte Heimat bis ins hohe Alter.


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