Europäischer Sozialfonds (ESF)

Europäische Beschäftigungspolitik

Der Europäische Sozialfonds (ESF) in Baden-Württemberg

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das Hauptfinanzinstrument der Europäischen Union für Investitionen in Menschen. Seit 1957 stellt der ESF den Mitgliedstaaten Mittel zur Verbesserung des Arbeitsmarktes zur Verfügung. Aufgabe des ESF ist es, Arbeitslosigkeit zu verhindern und zu bekämpfen, die Arbeitskräfte und Unternehmen auf neue Herausforderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten und zu verhindern, dass arbeitslose Menschen den Kontakt zum Arbeitsmarkt verlieren. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 stehen dem Land Baden-Württemberg insgesamt 260 Mio. Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung.

Der ESF wird über mehrjährige Förderperioden umgesetzt. Die Strategie, das so genannte Operationelle Programm, für den Einsatz des ESF in Baden-Württemberg in der Förderperiode 2014-2020 steht rechts zum Download zur Verfügung. 

ESF-Auftaktveranstaltung in Stuttgart

Die Landesregierung will die erfolgreiche Arbeit des Europäischen Sozialfonds auch in der neuen Förderperiode 2014 – 2020 fortführen. In der vorherigen Förderperiode (2007-2013) haben mehr als 400.000 Menschen an ESF-Projekten im Land teilgenommen. Für die neue Förderperiode stehen 260 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll eingesetzt werden, um erfolgreiche und bewährte Förderansätze in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik weiterzuführen und benachteiligten Menschen wieder eine Perspektive zu geben. Mehr als 500 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Arbeitsagenturen und Jobcentern, Bildungsträgern und Wohlfahrtsverbänden aus ganz Baden-Württemberg waren am 20. Oktober 2014 zur ESF-Auftaktveranstaltung in Stuttgart gekommen, um sich über die Schwerpunkte und Konditionen des neuen Programms zu informieren. Auch der Beauftragte der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk, Peter Hofelich, nahm an der Veranstaltung teil. 

Umsetzung

Das Sozial- und Integrationsministerium setzt die ESF-Mittel insbesondere in folgenden Bereichen ein:

  • Vermeidung von Schulversagen und Erhöhung der Ausbildungsreife von schwächeren Schülerinnen und Schülern; 
  • Steigerung der Absolventenzahlen in geschlechtsuntypischen Berufen; 
  • Verbesserung der Berufswahlkompetenz; 
  • Steigerung des Anteils von Akademikerinnen in Führungspositionen von Wirtschaft und Wissenschaft sowie dort auch von Promotionen und Habilitationen; 
  • Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Akademikerinnen und Akademiker; 
  • Integration von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt; 
  • Erhöhung der Chancengleichheit von Frauen bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt; 
  • Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen, die auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind; 
  • Stabilisierung von Lebensverhältnissen und Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsmarkt von Gruppen mit besonderen Vermittlungshemmnissen.  

Der ESF wird im Förderbereich Arbeit und Soziales im Wesentlichen regionalisiert umgesetzt. Bei den Stadt- und Landkreisen sind regionale ESF-Arbeitskreise eingerichtet, in denen alle regional für den Arbeitsmarkt relevanten Partner vertreten sind. Diese Arbeitskreise sind unter anderem dafür zuständig, eine an den konkreten regionalen Bedarfen ausgerichtete Arbeitsmarktstrategie innerhalb der durch das Operationelle Programm gesetzten Schwerpunkte zu entwickeln und die regional begrenzten Anträge auf ESF-Förderung zu bewerten.


Fußleiste