Das Auswahlverfahren für die Landarztquote 2026 ist erfolgreich abgeschlossen. Wie bereits in den Vorjahren konnten alle 75 Medizinstudienplätze vergeben werden. Das Regierungspräsidium Stuttgart übermittelte die Liste der erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber an die Stiftung für Hochschulzulassung.
Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte: „Es ist ein starkes Signal für die Zukunft der medizinischen Versorgung in unseren ländlichen Regionen, dass erneut alle Studienplätze an motivierte Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden konnten. Die Landarztquote hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiges Instrument etabliert, um zukünftig die hausärztliche Versorgung in Bereichen des öffentlichen Bedarfs zu stärken. Mein herzlicher Dank gilt allen Ausgewählten, die sich mit ihrer Entscheidung für eine Tätigkeit in den Bedarfsgebieten unseres Landes einsetzen.“
Lebensqualität in den ländlichen Regionen erhalten
Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand MdL ergänzte: „Ich wünsche den 75 angehenden Hausärztinnen und -ärzten sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten viel Erfolg bei ihrem Studienstart. Mit ihrem zukünftigen Engagement werden sie tatkräftig dazu beitragen, die ambulante Gesundheitsversorgung auf dem Land zu stärken und somit auch die Lebensqualität in den ländlichen Regionen Baden-Württembergs zu erhalten.“
Die über die Landarztquote zugelassenen Studentinnen und Studenten verpflichten sich, später mindestens zehn Jahre als Hausärztin oder Hausarzt beziehungsweise als Kinder- und Jugendärztin oder Kinder- und Jugendarzt in einem Bedarfsgebiet in Baden-Württemberg zu arbeiten. Seit dem Start der Landarztquote im Jahr 2021 wurden 450 Medizinstudienplätze vergeben.
Hoher Frauenanteil und starke Bindung an Baden-Württemberg
Wie in den Jahren zuvor ging 2026 die Mehrheit der Studienplätze an Frauen: 58 Plätze (77 Prozent) wurden an Bewerberinnen vergeben, 17 Plätze (23 Prozent) an Bewerber. Damit lag der Frauenanteil so hoch wie noch nie: Erstmals wurden über 70 Prozent der Studienplätze an Bewerberinnen vergeben.
Darüber hinaus erhielten in diesem Jahr besonders viele Bewerberinnen und Bewerber aus Baden-Württemberg einen der Studienplätze. 91 Prozent der Studienplätze gingen an Personen aus Baden-Württemberg. Weitere 7 Prozent gingen an Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern und 3 Prozent an Personen aus der Schweiz.
Bewerbungsstart für die Landarztquote 2027
Bereits jetzt richtet sich der Blick auf den nächsten Bewerbungsdurchgang: Auch im kommenden Jahr werden wieder 75 Studienplätze vergeben. Gemeinden und Landkreise sind aufgerufen, aktiv auf die Möglichkeiten der Landarztquote hinzuweisen. Interessierte können sich auf der Internetseite zur Landarztquote informieren und sich mit Fragen an das Regierungspräsidium Stuttgart wenden.
Bewerbungen für den nächsten Durchgang der Landarztquote sind ab dem 1. März 2027 online möglich.
Die 75 erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber des Jahres 2026 kommen aus den folgenden Städten und Gemeinden:
- Bad Wimpfen
- Blaufelden
- Fellbach
- Fellbach
- Filderstadt
- Gärtringen
- Geislingen
- Gingen
- Heilbronn
- Heilbronn
- Leinzell
- Ludwigsburg
- Ludwigsburg
- Mötzingen
- Rudersberg
- Schwäbisch Hall
- Steinenbronn
- Steinheim
- Stuttgart
- Tamm
- Tauberbischofsheim
- Walheim
- Weinsberg
- Wiesensteig
- Winterbach
- Bad Krozingen
- Freiburg im Breisgau
- Gundelfingen
- Lahr
- Lörrach
- Schlatt
- Staufen
- Bad Saulgau
- Bad Waldsee
- Dettenhausen
- Inzigkofen
- Kirchentellinsfurt
- Neuhausen
- Owingen
- Rottenburg am Neckar
- Tübingen
- Ulm
- Bad Schönborn
- Baiersbronn-Mitteltal
- Engelsbrand
- Freudenstadt
- Gaiberg
- Illingen
- Karlsdorf-Neuthard
- Karlsruhe
- Kuppenheim
- Mannheim
- Mosbach
- Neulingen/Bauschlott
- Sandhausen
- Schriesheim
- Waldbronn
- Berlin
- Düsseldorf
- Ennepetal
- Oberhausen
- Wolfsburg
- Basel (Schweiz)
- Liestal (Schweiz)
Quelle:
Regierungspräsidium Stuttgart

