Beratung

Beratung und Auskunft für Betroffene von rechter Gewalt

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Gesprächssituation

Wer von rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt betroffen ist oder Hilfe im Umgang mit sich radikalisierenden Menschen sucht, findet bei den Fach- und Beratungsstellen im Demokratiezentrum Baden-Württemberg fachlich fundierte Unterstützung.

Fachstelle Leuchtlinie

Menschen, die aus rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen oder anderen menschenfeindlichen Motiven bedroht oder angegriffen werden, finden im Demokratiezentrum Baden-Württemberg Unterstützung bei der Fachstelle Leuchtlinie.

Betroffene, ihre Angehörigen, Freunde und Zeugen erhalten einen geschützten Raum, um über das Erlebte zu sprechen. Die Beratung richtet sich nach den Bedürfnissen der Betroffenen. Sie ist anonym, kostenlos, vertraulich und bei Bedarf aufsuchend.

Die Beraterinnen und Berater vermitteln bei Bedarf juristische oder psychotherapeutische Hilfe oder unterstützen bei Polizei- und Behördengängen.

Die Fachstelle Leuchtlinie befindet sich in Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie wird finanziert durch das Ministerium für Gesundheit, Soziales und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat, und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ .

Kontakt
Fachstelle Leuchtlinie – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg 
Reinsburgstr. 82
70178 Stuttgart
0711 888 999 33
kontakt@leuchtlinie.de

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus 

Die Fachstelle mobirex – Monitoring | Beratung | Information zur extremen Rechten und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) im Demokratiezentrum Baden-Württemberg stärkt das Engagement von Zivilgesellschaft und Institutionen und unterstützt im Umgang mit extrem rechten und menschenfeindlichen Aktivitäten und Akteuren. In jedem der vier Regierungsbezirke wird künftig ein Mobiles Beratungsteam tätig sein. Die Monitoringstelle versorgt Interessierte und Berater mit Informationen und Analysen zum Themenfeld. 

Wegen der laufenden Umstrukturierung bleibt die Beratung voraussichtlich bis Juni 2025 eingeschränkt.

Die Fachstelle mobirex befindet sich in Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. (LAGO). Sie wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!"

Kontakt 
Fachstelle mobirex
Haeberlinstraße 1-3
70563 Stuttgart
0711/896915-26
mobirex@lago-bw.de

Fachstelle Extremismusdistanzierung 

Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) im Demokratiezentrum Baden-Württemberg hilft Fachkräften aus Bildung, Sozialarbeit, Polizei und Justiz, extremistische Tendenzen früh zu erkennen, richtig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Ziel ist es, politische und religiöse Radikalisierungen frühzeitig zu stoppen und Sicherheit im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu schaffen.

FEX bietet zwei ergänzende Beratungsansätze:

  • Indirekte Beratung (INDEX) unterstützt Fachkräfte, Angehörige oder andere Bezugspersonen radikalisierungsgefährdeter Jugendlicher. Sie hilft, Radikalisierungsprozesse zu verstehen, deeskalierend zu handeln und Wege zur Distanzierung aufzuzeigen.
  • Direkte Beratung (DIREX) greift ein, wenn stabile Bezugspersonen fehlen oder spezielles Fachwissen nötig ist. Sie wirkt ergänzend und zielt darauf ab, die betroffene Person mittelfristig in bestehende Strukturen wie Jugendhilfe oder Sozialarbeit einzubinden.

Auch Angehörige und Bezugspersonen können eine Beratung in Anspruch nehmen. 

Träger der Fachstelle ist die Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg (LAG). Die Meldestelle wird finanziert durch das Ministerium für Gesundheit, Soziales und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat, und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Kontakt
Fachstelle Extremismusdistanzierung
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart
0800 2016 112 (Hotline)
info@fexbw.de

Meldestelle RIAS Baden-Württemberg

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Baden-Württemberg erfasst antisemitische Vorfälle und unterstützt Betroffene von Antisemitismus.

RIAS Baden-Württemberg erstellt regelmäßig ein wissenschaftlich fundiertes Lagebild zu Antisemitismus in Baden-Württemberg. Dieses basiert auf dokumentierten Vorfällen sowie eigener Recherche. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über antisemitische Erscheinungsformen zu informieren, jüdische Perspektiven sichtbar zu machen und das Problembewusstsein für Antisemitismus zu stärken.

Auf Wunsch der Betroffenen oder Meldenden vermittelt RIAS Baden-Württemberg weitergehende Unterstützungs- und Beratungsangebote durch die Fachberatungsstelle OFEK Baden-Württemberg, unterstützt Betroffene bei der Erstattung einer Anzeige und ist beim Umgang mit den Behörden und der Polizei behilflich.

RIAS Baden-Württemberg befindet sich in Trägerschaft des Bundesverbands RIAS e.V. Die Meldestelle wird finanziert durch das Ministerium für Gesundheit, Soziales und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat, und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Kontakt
Meldestelle RIAS Baden-Württemberg
Hospitalstr. 36
70174 Stuttgart
info@rias-bw.de