Podcast

Typisch Mann, typisch Frau: Warum halten sich Rollenbilder so hartnäckig? (3/10)

Transkript

Theoretisch können wir heute alles sein. Und trotzdem halten sich hartnäckig Vorstellungen davon, wie Frauen und Männer „sein sollten“. Warum ist das so?
 
In der dritten Folge geht es um gesellschaftliche Prägungen, die dazu beitragen, dass wir immer wieder in bestimmte Rollenmuster schlüpfen. Gemeinsam mit Diana Lengersdorf, Professorin für Geschlechtersoziologie, suchen wir nach Antworten: Woher kommt die starre Vorstellung von „typisch männlich“ und „typisch weiblich“? Warum fallen selbst Menschen, die Gleichberechtigung leben möchten, oft in klassische Muster zurück? Und welche Rolle spielen Familie, Schule, Freundeskreise und unsere täglichen Routinen dabei?
 
Prof. Dr. Diana Lengersdorf ist Professorin für Geschlechtersoziologie an der Universität Bielefeld und erforscht, wie Geschlechterrollen entstehen und wie sie sich verändern. Mit ihr sprechen wir darüber, warum Vorstellungen von Männlichkeit oft hartnäckiger sind als unsere Überzeugungen, welche Veränderungen bereits sichtbar werden und wie Care-Arbeit gerechter verteilt werden kann.

Dabei geht es um:

  • die historischen Ursprünge heutiger Rollenbilder,
  • neue Vorstellungen von Männlichkeit, 
  • Familiengründung als Wendepunkt für viele Paare,
  • den Einfluss von Sozialisation und Peer Groups,
  • die Macht der Alltagsroutinen, 
  • und die Frage, wie gesellschaftlicher Wandel überhaupt möglich wird.

Links & Quellen

Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bielefeld

Diana Lengersdorf, D., & Tholen, T. (2024). Männlichkeiten und Naturverhältnisse. Frankfurt am Main: Campus Verlag

Publikation zum Konzept der Caring Masculinities: Lengersdorf, D., & Meuser, M. (2019). Leistungsbereit und fürsorgend? Zum Konzept der Caring Masculinities. In S. Scholz & A. Heilmann (Hrsg.), Caring Masculinities? Männlichkeiten in der Transformation kapitalistischer Wachstumsgesellschaften (Bibliothek der Alternativen, Band 2, S. 97–108). oekom Verlag.

Credits

  • Moderation: Dana Hoffmann, Johanna und Sebastian Klink
  • Redaktion: Chiara Fürst, Marcus Fischer-Dieskau
  • Produktion: Meike Kühlkamp, Hannah, Mechenbier, Maurice Vink
  • Schnitt: Jakob van der Meulen, Kilian Prinz, Moritz Beck, Timo Koch
  • Sound: Jakob von der Meulen, Kilian Prinz, Moritz Beck, Timo Koch
  • Vermarktung: Amelie Kleine, Angela Matern, Philipp Kunze

Kapitelmarker

  • 00:00 – 02:22: Intro und Begrüßung 
  • 02:23 – 06:44: Was Johanna, Sebastian und Dana von zuhause mitgenommen haben
  • 06:45 – 13:29: Woher unsere Geschlechterrollen kommen
  • 13:30 – 15:44: Neue Ideen von Männlichkeit
  • 15:45 – 20:09: Warum viele Paare nach der Geburt in alte Muster fallen
  • 20:10 – 23:44: Was Nagellack über Zugehörigkeit verrät
  • 23:45 – 26:50: Wie Räume für Alternativen entstehen können 
  • 26:51 – 28:03: Ein Wunsch für die Zukunft
  • 28:04 – 31:58: Eine stille Revolution und was wir sonst aus der Folge mitnehmen
  • 31:59 – 33:14 Ausblick und Schluss

Der Podcast „We care für Gleichstellung“ richtet sich an junge Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren in Baden-Württemberg. Der zehn Folgen umfassende Podcast vermittelt Wissen, macht unterschiedliche Erfahrungen sichtbar und eröffnet neue Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die für die eigene Lebensplanung relevant sind: Wie lassen sich Partnerschaft, Familie und Beruf vereinbaren? Wie kann Verantwortung fair geteilt werden? Und welche finanziellen Folgen können Entscheidungen über Erwerbsarbeit und Care-Arbeit haben? Die zehn Folgen erscheinen wöchentlich auf Spotify und Apple Podcasts.

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