Engagement

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg „DeinDing“ vergeben

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit rund 200 Teilnehmenden hat Sozialministerin Katrin Altpeter die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Jugendbildungspreises Baden-Württemberg ausgezeichnet. Mit dem Jugendbildungspreis „DeinDing“ würdigt das Sozialministerium Baden-Württemberg das Engagement junger Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere Menschen engagieren.

In diesem Jahr hatten sich 120 Jugendprojekte um den Preis beworben. Nach einem Juryvorentscheid im Dezember konnten sich zehn mit dem Siegel „Nominiert für den Jugendbildungspreis 2015“ schmücken.

1. Preis für „Gib Rassismus einen Korb“ aus Weinsberg (Kreis Heilbronn)

Der diesjährige Gewinner im Wettbewerb um den Jugendbildungspreis ist das Projekt „Gib Rassismus einen Korb“ aus Weinsberg (Kreis Heilbronn). Im Rahmen des Projekts setzten sich zehn Schulen in vielen Aktionen mit dem Thema „Rassismusprävention“ auseinander. U. a. besuchten jeweils zwei Basketballprofis der MHP RIESEN Ludwigsburg die teilnehmenden Schulen, um über das Thema Rassismus zu sprechen – und um Basketball zu spielen. 1.000 Schülerinnen und Schüler besuchten das Heimspiel der MHP RIESEN Ludwigsburg gegen die Artland Dragons und setzten dabei durch das Tragen von T‑Shirts mit dem Logo "Gib Rassismus einen Korb!" ein besonderes Zeichen. Auch ein eigener Video-Clip für die Kampagne wurde gedreht.

2. Preis für die Schülerfirma „SocialCookStar“ aus Lorch (Ostalbkreis)

Den zweiten Preis konnte in diesem Jahr die Schülerfirma „SocialCookStar“ aus Lorch (Ostalbkreis) in Empfang nehmen. Sieben Schülerinnen und Schüler einer 11. Klasse des Gymnasiums Friedrich II. in Lorch hatten Sterneköche aus Baden-Württemberg dafür gewonnen, Kochtipps und Rezepte zu verraten und für den Verkauf eines von den Schülerinnen und Schülern produzierten Kochbuchs zur Verfügung zu stellen. Ein Teil der Bucherlöse ging an die soziale Organisation „Schlupfwinkel Stuttgart“, eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben.

3. Preis für den Verein „Theater Performance Kunst RAMPIG“ aus Heidelberg

Über den dritten Preis freuen konnte sich der Verein „Theater Performance Kunst RAMPIG“, ein junges Theaterkollektiv aus Heidelberg. Die Gruppe hatte sich mit ihrem Projekt „Das Schloss“ beworben. Die jungen Leute gestalteten ein verlassenes Haus in Heidelberg neu und zeigten dort, frei nach Kafka, die Inszenierung „Das Schloss“. Das Publikum zog für mehrere Tage im „Schloss“ ein und erlebte Vorstellungen in verschiedenen Räumen des Hauses. Teilweise konnten die Besucherinnen und Besucher aktiv an den Vorstellungen teilhaben. Weitergeführt wurde das Projekt mit einer Ausstellung zu „Spuren im Schnee“ und einer zwölf-stündigen Performance zu den Themen Existenzängste, emotionale Überforderung und Angst vor dem Scheitern.

Sonderpreis für die Brasilien-AG vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Metzingen (Kreis Reutlingen)

Den von der Jugendstiftung Baden-Württemberg zur Verfügung gestellten Sonderpreis gewann die Brasilien-AG vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Metzingen (Kreis Reutlingen). Im Rahmen des Projekts spendet die AG jeden Monat 600 Euro an das Gonzalhino-Kinderprojekt in Brasilien. Um dies möglich zu machen, sammeln die Schülerinnen und Schüler regelmäßig Spenden. Von dem Geld wurde bereits u.a. ein Grundstück gekauft, auf dem ein Haus gebaut wurde, in dem zurzeit 60 Kinder unterrichtet werden. In jedem Jahr findet zudem ein Austausch zwischen den deutschen und den brasilianischen Jugendlichen statt, dabei besuchen sie sich abwechselnd gegenseitig in ihren Heimatländern.

Vielfaches Lob für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Sozialministerin Katrin Altpeter zeigte sich von dem Ideenreichtum und dem Einsatz der beteiligten Jugendlichen sehr beeindruckt. „Es ist toll, welche kreativen Ideen Ihr hattet und wie viel Herzblut Ihr in Eure Projekte gesteckt habt. Für mich seid Ihr alle Gewinner!“, sagte sie.

Elias Hechinger, der für den Dachverband der Jugendgemeinderäte in der DeinDing-Jury saß, sagte: „Dass die Jugendlichen ihre tollen Projekte zu einem großen Teil ohne die Hilfe von Erwachsenen umgesetzt haben und damit erfolgreich waren, ist wirklich bemerkenswert – uns in der Jury ist die Entscheidung nicht leicht gefallen.“

Umgesetzt wird der Jugendbildungspreis von der Jugendstiftung Baden-Württemberg, die auch den Sonderpreis stellt. Geschäftsführer Wolfgang Antes war beeindruckt von der Vielzahl der Bewerbungen: „Die Fülle der Projekte, die zum Jugendbildungspreis eingereicht werden, macht die Engagementbereitschaft junger Menschen in Baden-Württemberg sichtbar. Bei der Preisverleihung erleben wir, mit welcher Begeisterung junge Menschen sich für Andere und für die Sache einsetzen.“

Ebenfalls nominiert waren

  • „Silly Walk für Kinderrechte“ aus Dettingen/Kreis Freudenstadt,
  • „Schüler kochen für Schüler“ aus Sachsenheim/Kreis Ludwigsburg,
  • „Sindelfingen-App“ aus dem Kreis Böblingen,
  • das Videoprojekt „Wählen gehen!“ aus Tübingen,
  • das Projekt „Kurzspielfilm Tabellarischer Lebenslauf“ aus Östringen/Kreis Karlsruhe sowie
  • „Merhaba! Ich wünsche mir…“ aus Göppingen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, zur Jury, den Preisträgern sowie zu allen weiteren nominierten Projekten finden Sie auf der Website des Jugendbildungspreises.

Das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren in Stuttgart.

Ministerium : Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg