Information und Beratung

Landesweites unabhängiges Ombudssystem in der Kinder- und Jugendhilfe für Baden-Württemberg

Jugendliche unterhalten sich

Die Landesregierung will ein landesweites unabhängiges Ombudssystem in der Kinder- und Jugendhilfe für Baden-Württemberg aufbauen. Vorrangiges Ziel ist die Förderung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und deren Sorgeberechtigten durch Information und Beratung. Um das Ombudssystem nachhaltig und praxisnah zu gestalten, wird es gemeinsam mit Partnern der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt.

Die Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind komplex und für die Betroffenen oft undurchsichtig, die Entscheidungen aber oft weichenstellend für den weiteren Lebensweg. Mit Hilfe ombudschaftlicher Beratung sollen Leistungshilfeempfänger in die Lage versetzt werden, ihre Interessen darzulegen und von sich aus in Prozesse der Kinder- und Jugendhilfe einzubringen.

Regionale Veranstaltungen laden zur Beteiligung ein

Das landesweite Ombudssystem soll mit seiner Beratungstätigkeit ab 2020 beginnen und das bisherige Projekt „Ombudschaft“ in der Jugendhilfe der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg ablösen. Wichtig ist Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha dabei sowohl die Unabhängigkeit der ombudschaftlichen Beratung zu gewährleisten als auch niederschwellige und landesweite Zugänge zum Ombudssystem sicherzustellen.

Um das zukünftige Ombudssystem nachhaltig und praxisnah zu gestalten, hatte das Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit der Fachöffentlichkeit sowie der im Bereich Kinder- und Jugendhilfe engagierten Zivilgesellschaft und dem Experten Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner in vier regionalen Beteiligungsveranstaltungen diskutiert.

  • Region Nordwürttemberg: 28. März 2019 in Stuttgart mit Minister Manne Lucha
  • Region Südbaden: 29. März 2019 in Freiburg
  • Region Nordbaden: 11. April 2019 in Heidelberg
  • Region Südwürttemberg: 12. April 2019 in Tübingen

Weitere Informationen:
Einladung Regionalveranstaltungen „Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe – Diskutieren Sie mit!“ (PDF)
Informationen zum Datenschutz (PDF)

Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder

Nach Beendigung des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ will die Landesregierung ehemaligen Heimkindern weiterhin eine Anlaufstelle bieten. Um den speziellen Bedarfen ehemaliger Heimkinder gerecht zu werden und eine langfristige Unterstützung zu gewährleisten, soll hierfür eine gesonderte Stelle im Ombudssystem geschaffen werden.

Bis zur Einführung des Ombudssystems im Januar 2020 können sich ehemalige Heimkinder an die derzeitige Projektleiterin des Projektes „Ombudschaft“ in der Jugendhilfe, Frau Peylo, wenden:

0151 643 225 11

Website des Projekts „Ombudschaft“