GESUNDHEIT/KINDER UND JUGENDLICHE

Für hunderte Schulklassen heißt es ab Montag: „Be Smart – Don’t Start“

Jugendliche Person zerbricht eine Zigarette

Beim bundesweiten Wettbewerb „Be Smart – Don't Start“ verpflichten sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs bis acht, im Aktionszeitraum vom 13. November 2023 bis 26. April 2024 rauchfrei zu bleiben. Dieses Jahr steht der Wettbewerb unter dem Motto „GAMECHANGER - Für uns und die Umwelt“.

Unter dem Motto „GAMECHANGER - Für uns und die Umwelt“ startet der erfolgreiche Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen „Be Smart – Don't Start“ am Montag (13. November) in eine neue Runde. Bei dem bundesweiten Wettbewerb verpflichten sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs bis acht, rauchfrei zu bleiben. Dabei können sie attraktive Preise gewinnen. In diesem Jahr liegt wieder ein besonderer Fokus auf den Themen Umwelt und Klima.

Dazu erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag (9. November) in Stuttgart: „Um es mit dem diesjährigen Wettbewerbs-Motto auszudrücken: Nichtrauchen kann ein echter ‚Gamechanger‘ sein – für Gesundheit und Umwelt. Je mehr Menschen mit dem Rauchen aufhören oder erst gar nicht damit anfangen, desto besser. ‚Be Smart – Don´t Start‘ setzt hier die richtigen Anreize bei jungen Menschen. Es freut mich sehr, dass auch in diesem Schuljahr wieder so viele Schulklassen in Baden-Württemberg an dem Wettbewerb teilnehmen: mehr als 700 haben sich bereits angemeldet und sich aktiv für das Nichtrauchen entschieden. Ich hoffe, dass noch weitere dem Aufruf folgen werden.“

Kultusministerin Theresa Schopper betonte: „Je mehr Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb ‚Be Smart - Don´t Start‘ teilnehmen und sich selbstbewusst fürs Nichtrauchen entscheiden, desto größer ist der ‚Gamechanger-Effekt‘. Damit sind Schülerinnen und Schüler Vorbilder und ermutigen andere dazu, ihrem Beispiel zu folgen. Dass dies wirkt, zeigen die vielen Jugendlichen, die Jahr für Jahr teilnehmen. Deswegen möchte ich alle Schulen und Schulklassen dazu anregen, sich selbstbewusst für das Nichtrauchen zu entscheiden und am Wettbewerb teilzunehmen. Mit ihren kreativen Beiträgen werden sie selbst zum ‚Gamechanger‘ für andere und können dabei noch tolle Preise gewinnen.“

Johannes Bauernfeind, der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, fügte hinzu: „‚Be Smart – Don´t Start‘ ist mehr als nur ein erfolgreich umgesetzter Wettbewerb. Es zeigt, was möglich ist, wenn sich Partnerinnen und Partner zusammenschließen, gemeinsam an einem Strang ziehen und wichtige Präventionsthemen wie das Nichtrauchen zielgruppengerecht transportieren und umsetzen. Hervorzuheben ist die Verbindung der beiden Themen Gesundheit und Umwelt. Miteinander gedacht und verknüpft machen sie nicht nur den Wettbewerb attraktiver, sie tragen darüber hinaus auch zu einer erweiterten Gesundheitskompetenz der Schülerinnen und Schüler bei.“

So funktioniert der Wettbewerb

Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Schulklassen der Stufen sechs bis acht aus allen Schularten. Die jeweiligen Klassen entscheiden dabei selbst per Abstimmung, ob sie an „Be Smart – Don´t Start“ teilnehmen möchten – mindestens 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler müssen dafür stimmen. Der Wettbewerb startet am 13. November 2023 und endet am 26. April 2024. Alle Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Klassen unterschreiben einen Vertrag, in dem sie sich verpflichten, im Wettbewerbszeitraum nicht zu rauchen. Die Klasse prüft dann einmal wöchentlich intern, ob mindestens 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler rauchfrei waren. Rauchfrei sein bei „Be Smart“ heißt: Die Klasse sagt Nein zu Zigaretten, E-Zigaretten, Shishas, E-Shishas, Tabak und Nikotin in jeder Form. Einmal im Monat meldet die Klasse der Wettbewerbszentrale, ob dies gelungen ist und sie weiterhin am Wettbewerb teilnimmt.

Für wöchentliche Unterrichtseinheiten zum Thema Rauchen/Nichtrauchen erhalten Lehrkräfte unterstützende Materialien. Alle erfolgreichen Klassen nehmen an der bundesweiten Gewinnziehung teil. Der Hauptpreis beträgt 5.000 Euro, außerdem gibt es regionale Sachpreise zu gewinnen. Weitere 5.000 Euro werden unter den Klassen verlost, die erfolgreich zum wiederholten Mal teilgenommen haben. Bis zum 11. November 2023 haben interessierte Schulklassen noch die Möglichkeit, sich für den Wettbewerb anzumelden.

Zusätzlicher Kreativwettbewerb in Baden-Württemberg

Neben dem Bundeswettbewerb schreibt Baden-Württemberg zusätzlich einen Kreativwettbewerb mit weiteren Preisen aus, an dem sich die „Be Smart – Don’t Start“-Klassen mit Beiträgen zum Thema Nichtrauchen beteiligen können: Videos, Spiele, Songs, besondere Aktionen auf dem Schulhof und vieles mehr – der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Der Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Baden-Württemberg, Prof Dr. Thomas Riecke-Baulecke, betonte: „Wenn Schülerinnen und Schüler sich in der Schulzeit das Ziel setzen, nicht zu rauchen, lernen sie wichtige Fähigkeiten wie Selbstkontrolle, sich Ziele zu setzen und die Fähigkeit, langfristige Entscheidungen zu treffen. Mit der Teilnahme am Nichtraucher-Wettbewerb mit dem Motto ‚GAMECHANGER - Für uns und die Umwelt‘ tun die Kinder und Jugendlichen langfristig etwas für ihre eigene Gesundheit und werden in ihrer Verantwortungsübernahme für andere gestärkt.“

Hintergrundinformationen

Der bundesweite Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ für rauchfreie Schulklassen wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Stiftung Deutsche Krebshilfe sowie dem AOK-Bundesverband und weiteren öffentlichen und privaten Institutionen. Er wird vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel koordiniert. In Baden-Württemberg wird der Wettbewerb vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration koordiniert und gefördert. Weitere Förderer sind das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und die AOK Baden-Württemberg. Weitere Informationen zu „Be Smart – Don’t Start“ finden Interessierte auf der Website der Kampagne und der Internetpräsenz des Landesgesundheitsamts (LGA).

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