Förderprogramme

Förderprogramme

Neue Impulse für das Ehrenamt im Land

  • Menschen stehen vor Stellwänden, auf denen Notizzettel befestigt sind

Mit verschiedenen Landesprogrammen will das Sozialministerium noch mehr Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger motivieren, sich freiwillig zu engagieren.

Neuer Aktionsfonds zur Qualifizierung bürgerschaftlich Engagierter in der Flüchtlingshilfe

Ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe engagieren, sollen durch den Aktionsfonds „Qualifiziert.Engagiert.“ gezielt weiterqualifiziert werden.

Förderfähig sind Maßnahmen aus verschiedenen Themenfeldern, zum Beispiel Interkulturelles Training, Ehrenamtlicher Sprachunterricht, Psychische Belastungen und Traumata erkennen und damit umgehen, Argumentationstrainings, Rechtliche Rahmenbedingungen, Aufgabe und Grenzen des Ehrenamtes.

„Gemeinsam in Vielfalt - Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“

Ziel des Förderprogramms ist es, das vor Ort vielfältig vorhandene bürgerschaftliche Engagement zu stärken und zu vernetzen. Das Land möchte angesichts steigender Asylbewerberzahlen weiterhin die Vielzahl der in der Flüchtlingshilfe engagierten Ehrenamtlichen unterstützen und die Situation der Flüchtlinge verbessern.

In den Lokalen Bündnissen sollen sich alle relevanten Akteure der Flüchtlingshilfe in einer Region – Flüchtlingsinitiativen, Vereine, Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kommunen und Kreise – zusammenschließen. Das ermöglicht ihnen, sich besser zu vernetzen und ihre Arbeit zu koordinieren. Dabei soll den Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Talente, Fähigkeiten und ihr Wissen einzubringen und ihren Alltag zu strukturieren.

In der ersten Fördertranche im Jahr 2015 wurden 68 Projekte ausgewählt. Aufgrund der Vielzahl der eingegangenen Anträge und dem erfolgreichem Verlauf des Förderprogramms wurde das Förderprogramm verlängert.

BürgerInnenrat: Verfahren für kommunale Bürgerbeteiligung

Um  die Bürgerinnen und Bürger im Land noch stärker an politischen Prozessen in ihrer Gemeinde zu beteiligen, hat das Sozialministerium Baden-Württemberg ein neues Beteiligungsverfahren eingeführt. Es soll die Teilnehmenden zum Mitreden und Mitgestalten der Politik vor Ort ermuntern und ergänzt die Arbeit der gewählten Gremien. Der BürgerInnenrat trifft keine politischen Entscheidungen, hat aber dennoch eine große Wirkung in der Gemeinde. Durch das Präsentieren seiner Ergebnisse in der Öffentlichkeit stärkt er das Bewusstsein für Herausforderungen und notwendige Entscheidungen in der Gemeinde.

Das Projekt wurde 2012 aufgelegt und in einer zweijährigen Pilotphase erprobt. In den letzten beiden Jahren hat das Sozialministerium Baden-Württemberg das Projekt mit insgesamt 30.000 Euro finanziell unterstützt.  Bislang wurden acht BürgerInnenräte durchgeführt und zwei weitere bewilligt. 2014 erschien eine Evaluation der Pilotphase.

Wie der BürgerInnenrat funktioniert:
Für einen BürgerInnenrat werden nach dem Zufallsprinzip 12 bis 15 Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde oder Region ausgewählt. An eineinhalb Tagen erarbeiten sie Lösungsvorschläge zu Fragestellungen oder Vorhaben der Gemeinde, die die Kommunalverwaltung vorgibt. Alternativ bestimmt der BürgerInnenrat die Themen selbst. Durch die zufällige Auswahl der Ratsmitglieder geht es dabei um Themen, die viele Menschen in der Gemeinde bewegen. Ein speziell geschulter Moderator unterstützt die Gruppe. Die Ergebnisse des BürgerInnenrats werden der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend mit Vertretern aus Politik und Verwaltung diskutiert. Danach löst sich der BürgerInnenrat wieder auf.


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