Ein wirksamer Kinderschutz beginnt im unmittelbaren Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen. Mit dem großen Erfolg von über 220 engagierten Projekten haben die Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025 eindrucksvoll gezeigt, wie genau das gelingen kann. Ob in der Familie, in Bildungseinrichtungen, im Sportverein oder im digitalen Raum. Überall dort, wo junge Menschen aufwachsen, braucht es Aufmerksamkeit, Verantwortung und verlässliche Strukturen. An diesen Erfolg soll mit den Aktionstagen Kinder- und Jugendschutz 2026/27 angeknüpft werden.
Aufruf: Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2026/27 – Machen Sie mit! (PDF)
Gemeinsam stark vor Ort
Städte, Gemeinden, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure, die gemeinsam lokale Aktionen für Kinder und Jugendliche vor Ort organisieren, können erneut finanzielle Unterstützung für Sachkosten sowie Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und Hilfsmittel für die Umsetzung von Veranstaltungen und Aktivitäten erhalten. Ziel ist es, möglichst niederschwellig für Kinderschutz im Allgemeinen, aber insbesondere für die diesjährigen Fokusse zu sensibilisieren. Inspiration können hierfür die vergangenen Aktionen der Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025 bieten, welche weiterhin im Archiv der Aktionsseite eingesehen werden können.
Fokus auf zwei Schwerpunktthemen der Strategie Masterplan Kinderschutz
Die Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025 standen ganz im Zeichen der Sichtbarkeit der vielen verschiedenen Facetten des Kinder- und Jugendschutzes.
In der zweiten Auflage wird der Fokus auf digitalisierte und mediatisierte Gewalt, Kinder und Jugendliche mit einem erhöhten Risiko Gewalt zu erfahren, sowie Präventionsangebote und Peer-to-Peer-Ansätze gelegt, insbesondere im Bereich der sexualisierten Gewalt. Auf diese Art adressieren die Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2026/27 gezielt zwei der fünf Schwerpunktthemen der Strategie Masterplan Kinderschutz.
Grundsätzlich können alle Kinder und Jugendliche von Gewalt betroffen sein. Individuelle, familiäre und gesellschaftliche Faktoren haben dabei Einfluss auf das Risiko, Gewalt zu erfahren. Kinder und Jugendliche mit einem erhöhten Risiko, wurden im Zuge der Strategieentwicklung als zugehörig zu mindestens einer der nachfolgenden Gruppen identifiziert:
- Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, chronischen oder psychischen Erkrankungen und Neurodivergenz
- Kinder- und Jugendliche sucht- und oder psychisch kranker Eltern
- Von Armut betroffene Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte oder Fluchterfahrung
- Queere Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche mit Gewalterfahrungen, insbesondere sexualisierter Gewalt
Ein erhöhtes Risiko bedeutet keineswegs automatisch, dass alle Kinder und Jugendlichen dieser Gruppen Gewalt erfahren.
Ablauf und Förderung
Die Aktionstage Kinder- und Jugendschutz finden 2026/27 in zwei Phasen statt:
Die erste Phase geht von September 2026 bis Ende März 2027. Die Antragstellung für die Kleinstförderung von Sachkosten ist wie auch schon bei den ersten Aktionstagen über die Allianz für Beteiligung möglich und beginnt am 1. September. Die Infoveranstaltung zur Antragstellung findet am 24. September 2026 von 12 bis 13 Uhr statt.
Die zweite Phase erstreckt sich von März 2027 bis Ende September 2027. Ein Antrag auf Förderung von Sachkosten ist ebenfalls bei der Allianz für Beteiligung zu stellen. Beginn der Antragstellung ist der 1. Februar 2027, eine Infoveranstaltung wird es im Januar 2027 geben. Pro Aktionsphase kann ein Antrag gestellt werden.
