Pressemitteilung

Gesundheitsberufe
  • 12.04.2019

Fachtagung zum Ausbau von Medizinstudienplätzen und Sicherung regionaler medizinischer Versorgung

Das Land plant den Ausbau der Medizinstudienplätze um 10 Prozent. Um eine Gesamtstrategie für die Weiterentwicklung des Medizinstudiums zu entwickeln, hat das Wissenschaftsministerium jetzt eine Fachtagung mit renommierten Expertinnen und Experten aus dem Bereich Hochschulmedizin einberufen. Die Tagung wird gemeinsam von Ministerin Theresia Bauer und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha geleitet.

„Unser Ziel ist eine flächendeckende und innovative Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg. Der Aufwuchs der Studienplätze darf sich daher nicht nur in Zahlen ausdrücken – es muss auch eine qualitative Weiterentwicklung des Medizinstudiums erfolgen. So werden wir die medizinische Versorgung in Baden-Württemberg langfristig und landesweit auf höchstem Niveau halten“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zu Beginn der Tagung in Stuttgart. Ein wichtiges Ziel sei die Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium.

Lucha: „Jetzt die Chance nutzen, Medizinstudierende für die Hausarzttätigkeit zu gewinnen“

„Die neuen Medizinstudienplätze sind ein wichtiger Baustein in unserer Planung, den Nachwuchs für unsere Hausärztinnen und Hausärzte zu gewinnen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zum Auftakt der Fachtagung, die er gemeinsam mit Ministerin Bauer leitete. „Unsere länger lebende Gesellschaft benötigt mehr Ärztinnen und Ärzte, gerade auch für die ambulante Gesundheitsversorgung im Ländlichen Raum.“

An der Tagung nehmen Abgeordnete des Landtags, Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien sowie die ärztlichen Direktoren verschiedener großer Lehrkrankenhäuser und andere Sachkundige teil.

Weitere Informationen

Die medizinischen Fakultäten sowie verschiedene Klinika in Baden-Württemberg haben im Vorfeld der Tagung Konzepte zum Ausbau der Studienplätze eingereicht. Im ersten Teil der Veranstaltung haben die Bewerbergruppen die Möglichkeit, ihre Konzepte vorzustellen. Im zweiten Teil werden Maßnahmen und Modelle, die regionale medizinische Versorgung langfristig zu sichern, in einer offenen Diskussionsrunde erörtert. Zudem wird die Gelegenheit gegeben, sich über Möglichkeiten eines intensivierten Engagements großer Lehrkrankenhäuser im Rahmen der regionalen medizinischen Versorgung auszutauschen.

Eine Gruppe renommierter Expertinnen und Experten nimmt an der Vorstellung der Konzepte teil und wird eine Bewertung der vorgelegten Konzepte vornehmen. Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit den anderen Ressorts und unter Berücksichtigung des Expertenvotums dem Kabinett ein Gesamtkonzept zum Ausbau der Medizinstudienplätze vorlegen, das auch einen Vorschlag zu den künftigen Standorten enthält. Ein Kabinettsbeschluss vor der Sommerpause wird angestrebt.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg


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